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Lokales Jubiläumsfeier bei schönstem Sommerwetter: 15.000 bekennen Farbe beim Christopher Street Day
Dresden Lokales Jubiläumsfeier bei schönstem Sommerwetter: 15.000 bekennen Farbe beim Christopher Street Day
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16:46 27.05.2018
Christopher Street Day 2018 in Dresden Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Das Jubiläum gebührend gefeiert: Tausende Menschen waren am Samstag auf den Straßen Dresdens unterwegs um beim diesjährigen Christopher Street Day (CSD) wiederholt ein Zeichen gegen Homophobie und für eine tolerante Gesellschaft zu setzen.

Glückwünsche zum Jubiläum gab es vom stellvertretenden Ministerpräsidenten Martin Dulig (SPD). Viele Jahre des Kampfes liegen nun hinter Veranstaltern und Teilnehmern und die Frage ist nun, wie es nach der „Silberhochzeit“ weitergeht. Mit der Ehe für Alle hat man einen Meilenstein erreicht aber der „Kampf“ geht weiter. „Es geht einfach weiterhin darum für Normalität einzutreten. Das was Jedem zustehen muss“ erklärt Dulig in seiner Ansprache auf dem Dresdner Altmarkt am Samstag.

Schrill und laut zog die Demo, unter dem Motto „Wir trauen uns“, ab 12 Uhr über die Albertbrücke in die Neustadt. Nach der Kundgebung im Szeneviertel ging es wieder über die Albertbrücke und das Terrassenufer zurück zum Altmarkt, wo bis in die Nacht gemeinsam gefeiert werden soll. Mit ausgeflippten Kostümen, Fahnen und Konfetti ausgerüstet, zogen nach erster Schätzung 15.000 Menschen im Rahmen der Demo neun Kilometer durch die Stadt.

„Machen wir diese Stadt bunt“

Nach Angaben der Veranstalter des CSD Dresden e.V. ist alles nach Plan verlaufen. Ronald Zenker, Vorstandssprecher des CSD Dresden, zeigte sich am Nachmittag mit den bisherigen Verlauf des CSD 2018 sehr zufrieden: „Der CSD gehört zu Dresden, wie die Semperoper, die Frauenkirche und der Striezel Markt. Wir haben eine eindrucksvolle, bunte und laute Demonstration für Vielfalt und gegen Diskriminierung gesehen.“

Der Christopher Street Day ist ein Fest-, Gedenk- und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgendern und Asexuellen,die an diesem Tag für Gleichberechtigung sowie gegen Diskriminierung und Ausgrenzung demonstrieren. Neben den Forderungen nach Respekt und kompletter Gleichstellung machten die Teilnehmer auch in diesem Jahr mit einem langen Transparent auf die Lage von Homosexuellen in anderen Teilen der Welt aufmerksam. Gezeigt wurden die Ländern, in denen Homosexualität unter Strafe steht oder in denen Homosexuelle um ihr Leben fürchten müssen.

Unter strahlend blauen Himmel und bei sommerlichen Temperaturen kam aber auch das Feiern am Samstag nicht zu kurz. Von den zwölf bunt geschmückten Wagen regnete es Konfetti und gute Laune bei basslastigen Beats.

Zwei Studentinnen aus Görlitz haben am Samstag den Weg nach Dresden auf sich genommen um mit Freunden gemeinsam an der Demo zum Christopher Street Day teilzunehmen. Die jungen Frauen denken, dass Paraden wie heute zu mehr Toleranz in der Bevölkerung beitragen können: „Wenn man es sieht dann ist es normaler auf Dauer. Leute die sich anders fühlen haben hier eine Resonanz und trauen sich dann auch mehr zu sein wie sie sind und die Leute die „normal“ sind sehen dann auch, dass es noch so viel mehr Vielfalt gibt.“

Von Maraike Mirau

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