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Lokales Jubiläum in Dresden: 20 Jahre Bücherhausdienst der Bibliotheken
Dresden Lokales Jubiläum in Dresden: 20 Jahre Bücherhausdienst der Bibliotheken
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09:30 25.10.2016
Zum Jubiläum des Bücherhausdienstes überreichte Sozialbürgermeisterin Kristin Kaufmann (re.) Blumen an Bücherbotin Ursula Herzog. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Jedes Jahr findet am 24. Oktober bundesweit der Tag der Bibliotheken statt. Das Datum geht zurück auf den Gründungstag der ersten städtischen Bibliothek Deutschlands im sächsischen Großenhain. „Wir fanden dieses Datum passend, um ein besonderes Jubiläum innerhalb der Städtischen Bibliotheken zu feiern“, so Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Arend Flemming. Vor 20 Jahren wurde nämlich der Bücherhausdienst ins Leben gerufen, der Kranke, Hochbetagte oder Menschen mit Behinderungen zuhause mit Büchern und anderen Medien versorgt. Dass dieser Service vergangene Woche mit dem Sächsischen Bürgerpreis im Bereich kulturell-geistliches Engagement ausgezeichnet wurde, gibt für Flemming gleich doppelten Grund zur Freude. „In unserer Kategorie waren so viele tolle Menschen und Initiativen nominiert. Umso großartiger ist es, dass wir mit diesem Preis bedacht wurden.“ Die Urkunde dafür übergab er stellvertretend für alle Mitarbeiter an Lena Schulz, Koordinatorin des Ehrenamtlichen Bücherhausdienstes.

„Jedem Leser sein Buch“, zitierte Schulz eine der fünf Gesetze der Bibliothekswissenschaften von Shiyali Ranganathan. „Doch was, wenn nicht für jeden sein Buch erreichbar ist?“, fragte sie und hob damit den Grundgedanken der Initiative hervor. Im Gründungsjahr 1996 wurden 47 Leser bedient, die den Weg in die Bibliothek nicht mehr selbst antreten konnten. Ein Bücherbote fuhr einmal im Monat mit seinem eigenen Fahrzeug Privathaushalte und Seniorenwohnheime an. Ein Jahr später war die Nachfrage schon doppelt so hoch, im Jahr 2000 erhielt der Dienst sein erstes eigenes Fahrzeug. „Zurzeit bedienen wir rund hundert Leser“, sagt Schulz. „Im ersten Halbjahr 2016 haben wir 486 Besuche durchgeführt und rund 10 000 Medien verliehen.“

Sozialbürgermeisterin Dr. Kristina Kaufmann würdigte das Engagement als „Schaffung von Bildung und Wissen, von Unterhaltung und Kurzweil, aber auch von sozialem Zusammenhalt“. Das Wort Inklusion werde dieser Tage oft bemüht, so Dr. Kaufmann weiter. „Es bedeutet, dass in der Gesellschaft jeder Mensch gleichberechtigt wird und am sozialen Leben teilhaben kann.“ Das werde mit dem Bücherhausdienst erreicht. „Dresden ist bekannt für seine Brücken. Danke, dass Sie helfen, weiterhin welche davon zu bauen.“

Von Gerrit Menk

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