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Lokales Jubiläum im Bistum Dresden-Meißen: Dieter Grande ist seit 60 Jahren Priester
Dresden Lokales Jubiläum im Bistum Dresden-Meißen: Dieter Grande ist seit 60 Jahren Priester
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11:21 19.12.2015
Dieter Grande Quelle: Archiv

Auf vielen Gebieten hat Dieter Grande Entscheidendes bewegt im Bistum Dresden-Meißen. Er war Seelsorger für Jugendliche, versuchte die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils als Sekretär einer Synode im Bistum umzusetzen, hat die Verstrickung von Priestern mit dem DDR-Staatssicherheitsdienst aufgearbeitet, leitete die Caritas. Gestern hat der katholische Prälat in Dresden sein Diamantenes Priesterjubiläum gefeiert. 1955, vor 60 Jahren also, war der 1930 im schlesischen Waldenburg geborene Theologe in Neuzelle zum Priester ordiniert worden.

Dass sich die katholische Kirche an der Ökumenischen Versammlung der Kirchen verschiedener Konfessionen 1988/89 in der DDR beteiligte, ist wesentlich sein Verdienst. Dies gelang ihm als Leiter der Arbeitsgruppe "Justitia et Pax". Ursprünglich wollten sich die Katholiken mit einem Beobachterstatus begnügen. In den Revolutionsjahren 1989/90 informierte er die Öffentlichkeit als Pressesprecher über die Arbeit des Zentralen Runden Tisches in Berlin. Dort leitete er die Pressearbeit der Berliner Bischofskonferenz. Eine Pressestelle baute er 1990 auch in Dresden auf.

Die Musik- und Theaterarbeit der Jugend im Bistum hat er mit Gründung mehrerer Arbeitsgruppen befördert. So schob er den "Gospeltrain" an, eine Band mit Chor. Bis 2013 existierten "Die Dekana(h)tlosen", ein Kabarett, das er 1968 gründete. Die Arbeitsgemeinschaft Junge Musik gab sogar einer Trophäe seinen Namen - den "Grande-Prix".

Mehrere Bücher hat er herausgegeben - zum Beispiel über die Auseinandersetzungen um das Katholikentreffen 1983-1987, über die deutsch-sorbische Kirchengeschichte oder über die Bistumssynode 1969-1971.

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