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Lokales Jobcenter Dresden setzt auf neue Konzepte zur Senkung der Arbeitslosenquote
Dresden Lokales Jobcenter Dresden setzt auf neue Konzepte zur Senkung der Arbeitslosenquote
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18:58 03.01.2018
Die Zahl der Arbeitslosen in Dresden hat sich im Dezember nahezu nicht verändert. Quelle: dpa
Dresden

Die Zahl der Arbeitslosen in Dresden hat sich im Dezember nahezu nicht verändert. Laut Arbeitsagentur gab es letztlich 36 Arbeitslose mehr als einen Monat zuvor. Zum Jahresende waren damit 17.720 Dresdner ohne Job. Das entspricht einer Arbeitslosenquote von 6,1 Prozent. Inklusive Unterbeschäftigung liegt sie bei 8,5 Prozent.

Die steigende Zahl von Arbeitslosen sei erwartbar gewesen, so Thomas Wünsche, Leiter der Agentur für Arbeit Dresden. Die Nachfrage nach Arbeitskräften sei aber weiter hoch. „Mit einem Plus von 16,5 Prozent zum Vormonat und einer positiven Entwicklung im Jahresverlauf ist die Arbeitskräftenachfrage ungebrochen, was für wirtschaftliche Stabilität spricht. Das Jahr 2017 war ein gutes Jahr, das vor allem für vom Jobcenter betreute Männer und Frauen wieder Arbeit und berufliche Perspektiven brachte. Wollen wir hoffen, dass sich die bisherige gute Arbeitsmarktentwicklung auch in den kommenden Monaten weiter fortsetzen wird. Dresdens Wirtschaft hat auf alle Fälle das entsprechende Potential“, so Wünsche.

Tatsächlich sank die Zahl der Arbeitslosen im Verlauf des Jahres deutlich. Im Dezember 2016 waren es noch 1555 mehr. Vor allem sank die Zahl der Hartz-IV-Empfänger und die der Langzeitarbeitslosen, auch die Zahl der Arbeitslosen unter 25 und die der Über-50-Jährigen ging zurück.

Klaus-Peter Hansen, Vorsitzender der Regionaldirektion Sachsen freut sich über die Entwicklung in Dresden und sieht der Zukunft optimistisch entgegen. Die Strategie der Jobcenter zur Vermittlung offener Stellen in Dresden ist derzeit, Arbeitssuchende aus anderen Bundesländern zu einem Umzug nach Sachsen zu motivieren. Dazu zählen insbesondere gebürtige Dresdner, die ihre Heimat verlassen haben. „Leider können Unternehmen Arbeitslosen immer noch keine Gehälter auf westdeutschem Niveau zum Anreiz bieten, aber man kann mit anderen guten Konditionen werben“, erklärt Hansen.

Zudem wolle man in der Landeshauptstadt das Tandem-Projekt für langzeitarbeitslose Elternpaare und Alleinerziehendeweiter ausbauen, die auf Sozialleistungen angewiesen sind. Hierbei arbeiten das Jobcenter, Sozialpädagogen und das Jugendamt mit der ganzen Familie individuell an einer Integration in den Arbeitsmarkt. Währenddessen macht sich Hansen um die Arbeitsmarktzukunft in der Oberlausitz Sorgen. Nachdem Siemens, Bombardier und Niesky Insolvenz angemeldet haben, sei es nun wichtig, mit den Menschen zu kommunizieren, die ihren Job verlieren werden. Dennoch betont Hansen: „Obwohl Arbeitslosigkeit immer schlimm ist, ist die Situation für Betroffene nicht so aussichtslos wie noch vor 20 Jahren.“ Denn die Zahl der offenen Stellen stieg zum Jahresende noch einmal deutlich. 1.229 Stellenangebote wurden im Dezember gemeldet.

sl/ kbj

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