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Jobcenter Dresden hilft Langzeitarbeitslosen zurück ins Berufsleben

Weg von Hartz IV Jobcenter Dresden hilft Langzeitarbeitslosen zurück ins Berufsleben

Sieben Jahre lang war Kai Rahnfeld arbeitslos. Ohne Berufsausbildung hatte er keine Chance auf dem Arbeitsmarkt. Durch ein Projekt des Jobcenters Dresden fand der 43-Jährige nun eine Stelle in einer Dresdner Kaffeerösterei.

Kai Rahnfeld

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Sieben Jahre lang war Kai Rahnfeld arbeitslos. „Ich war der typische Studienabbrecher“, erzählt der 43-Jähirge Dresdner. Mit Ende 20 hat er sein Studium der Politikwissenschaft an der TU Dresden an den Nagel gehangen. „Auf Dauer war es unbefriedigend“, erinnert er sich. Nach dem Abbruch hat er sich seine Brötchen in einer Zeitarbeitsfirma verdient, gearbeitet hat er „was eben so anfiel“. Danach war sieben Jahre lang arbeitslos, denn ohne Berufsausbildung fand er keine passende Stelle. Seit August dieses Jahres hat der 43-Jährige eine Anstellung im Bereich Verpackung und Versand in der Dresdner Kaffee und Kakao Rösterei. Er macht die letzten Qualitätskontrollen, bevor die Pakete an die Kunden geschickt werden.

Rahnfeld ist einer von über 60 ehemals Langzeitarbeitslosen, die über das Jobcenter Dresden wieder Fuß im Berufsleben fassen konnten. Im Juli vergangenen Jahres hat das Jobcenter ein Projekt ins Leben gerufen, das Langzeitlose wieder in den Arbeitsmarkt integrieren soll. Gefördert wird das Programm aus Geldern des Europäischen Sozialfonds (ESF). Ziel des sogenannten „ESF – Bundesprogramm für arbeitsmarktferne langzeitarbeitslose Leistungsberechtigte im SGB II“ soll es sein, Männern und Frauen zu vermitteln die seit mindestens zwei Jahren ohne Erwerbstätigkeit sind. „Viele langzeitarbeitslose Menschen entwickeln eine hohe Motivation, wenn sie die Chance erhalten, wieder ins Berufsleben einzusteigen“, sagt Jan Pratzka, Geschäftsführer des Jobcenters Dresden. „Wer über längere Zeit nicht erwerbstätig war, hat es oft sehr schwierig, einen Arbeitgeber zu finden, der ihn anstellt.“

Spezielle Betriebsaquisiteure des Jobcenters beraten deshalb interessierte Arbeitgeber zu Unterstützungs- sowie Fördermöglichkeiten und fungieren dabei als Bindeglied zwischen Bewerber und Unternehmer. Zusätzlich gibt es Coaches für die Teilnehmer, die individuelle Hilfestellungen leisten, um das Beste aus der neuen Situation zu machen. Diese Situation stellte sich auch für Kai Rahnfeld als eine Herausforderung heraus. „Zu Beginn hat mich der neue Beruf schon sehr gefordert, teilweise war es sehr stressig.“

Das Jobcenter Dresden vermittelt nur an kleine mittelständische Unternehmen, wie etwa die Biowelt Kaufmann oder die Bäckerei Walther in Dresden. Für die Teilnahme an dem Programm hat das Jobcenter klare Regeln: teilnehmen kann nur, wer mindestens 35 Jahre alt, seit mindestens zwei Jahren ohne Unterbrechung arbeitslos ist und bisher keinen (verwertbaren) Berufsabschluss besitzt. Derzeit wurden bereits 64 ehemals Langzeitarbeitslose in eine Vollzeitstelle vermittelt, für insgesamt 80 reichen die Fördergelder der EU. Insgesamt zwei Jahre dauert das ESF-Rahmenprogramm.

Von Juliane Weigt

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