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Lokales Investor plant neuen Stadtteil mit 500 Wohnungen am Bahnhof Mitte
Dresden Lokales Investor plant neuen Stadtteil mit 500 Wohnungen am Bahnhof Mitte
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23:44 09.09.2015
Lockere Bebauung mit viel Grün und Ausblicken in die Altstadt – so stellt sich der Architekt das neue Viertel vor. Quelle: Nöfer Architekten
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Geplant sind 400 bis 500 Wohnungen, an der vielbefahrenen Könneritzstraße könnten auch Büros entstehen.

Aufgedrängt habe sich das Vorhaben auf den ersten Blick nicht unbedingt, wenn man vom Bahnhof Mitte aus in Richtung Altstadt schaut, erklärte Investor Christoph Dross. Denn da stehen zwei große Plattenbauten in gelb und blau. Schmucklose Bürogebäude mit 16.000 Quadratmetern Nutzfläche, die Nöfer als „städtebauliche Schandflecke“ bezeichnet. Eines Tages werden die Gebäude abgerissen, aber Dross betont: „Ein Termin ist noch nicht in Sicht.“

Für sein Vorhaben benötige der Münchner einen Satzungsbeschluss durch den Stadtrat. Vor Ende 2016, Anfang 2017 sei nicht an die ersten Schritte zur Realisierung zu denken. Die Plattenbauten bleiben so lange stehen und Dross vermietet dort sogar noch Büro-

flächen: „Ohne großen Aufwand und ohne lange Laufzeiten zum kleinen Preis“, erklärt er.

Bei einem Werkstattverfahren für das Bauvorhaben „Kö 25“ hat sich das Berliner Büro Nöfer Architekten gegen namhafte Mitbewerber durchgesetzt. Es plant mit abgestuften Baukörpern, die unter anderem Dachterrassen mit Blick auf die Altstadt ermöglichen.

Dross findet den Standort am Bahnhof Mitte perfekt für sein Vorhaben: „Wir haben Straßenbahn und S-Bahn vor der Haustür. Im Umfeld entstehen am Schützenplatz und An der Herzogin Garten weitere Wohnungen, die Musikhochschule ist vor Ort, das Kulturkraftwerk wird das Gebiet erheblich aufwerten.“

Dross hat für das Bauvorhaben gemeinsam mit seinen früheren Studienfreunden Jens und Ulf Laub die Schützenplatz GmbH & Co KG gegründet. Gesellschafter sind Dross als Privatperson sowie die Nymphenburger Beteiligungs AG der Laub-Brüder – ein großer Münchner Bauträger, der bundesweit schon mehrere Vorhaben in ähnlichen Größenordnungen gestemmt hat. „Für so ein Projekt wie ‚Kö 25‘ brauchen sie ein Büro, das über die entsprechenden Ressourcen verfügt“, erklärt Dross.

Der Münchner hat Verwandte in Radebeul und deshalb in Dresdens Nachbarstadt seine ersten Vorhaben realisiert: Die Sanierung des Ortskerns von Altkötzschenbroda sowie die Sidonienhöfe am Bahnhof Radebeul Ost. „Da war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis ich in der Landeshauptstadt ankomme“, erklärt er lächelnd.

Ob die Wohnungen vermietet oder verkauft werden, steht laut Investor ebenso wenig fest wie die Investitionssumme. Klar sei aber: „Wenn man neu baut, kann man keine Mieten von sieben Euro oder Quadratmeterpreise von 2000 Euro halten. Die Baukosten sind nun einmal so hoch.“

Thomas Baumann-Hartwig

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