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Investor für das „Moritzhaus“ am Neumarkt in Dresden reagiert auf Kritik an Bauplänen

Stadtentwicklung Investor für das „Moritzhaus“ am Neumarkt in Dresden reagiert auf Kritik an Bauplänen

Der Nürnberger Investor KIB will an den Plänen für das Moritzhaus am Neumarkt in Dresden nichts mehr ändern. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden und eine Gruppe von Stadträten hatte sich bis zuletzt für Modifikationen ausgesprochen. Gegenüber DNN erklärt die KIB jetzt, warum sie darauf nicht mehr eingehen kann.

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Der Investor KIB will die Pläne für das Moritzhaus (Mi.) direkt neben dem Kulturpalast nicht mehr überarbeiten.

Quelle: Redaktionsbüro Steinlein

Dresden. An den Plänen für das „Moritzhaus“ am Neumarkt wird es keine Änderungen mehr geben. „Erneute Änderungen würden unter anderem allen eingegangenen Verpflichtungen und dem mit der Stadt Dresden fixierten Ergebnis entgegenstehen“, erklärte Frank Tkatzik, der Leiter der Unternehmenskommunikation des Investors KIB, auf DNN-Anfrage mit.

Die Nürnberger Unternehmensgruppe KIB will für mehr als 20 Millionen Euro einen Gebäudekomplex mit Büros, Geschäften und Wohnungen errichten. Sie verfügt bereits über eine Baugenehmigung. Seit langem wird über die Gestaltung des Hauses an der Frauenstraße unmittelbar neben dem Kulturpalast gestritten. Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden (GHND) kritisiert unter anderem die geplanten Flachdächer, die Staffelgeschosse und die Überbauung von mehr als drei Parzellen mit einem Gebäudekomplex. Nach einer Bürgerversammlung der Gesellschaft entschlossen sich mehrere Stadträte zu einem offenen Brief an den Investor. Sie appellierten darin an die KIB-Gruppe, sich nochmals mit der Kritik zu befassen und über Änderungen nachzudenken.

Komplette Bauleistung bereits an Dresdner Unternehmen vergeben

Das lehnt der Investor jetzt jedoch ab. Die Gründe dafür sind nicht überraschend: „Wir haben in einer über sieben Jahre laufenden konstruktiven Diskussion mit den Stadträten, dem Bauamt und der Bürgerschaft einen Gestaltungsvorschlag entwickelt, der unter Würdigung dieses umfassenden Meinungsbildes auch von den Neumarkt-Experten der Gestaltungskommission Kulturhistorisches Zentrum goutiert wurde“, erklärte Tkatzik. Dabei sei auch mit Blick auf die „Rückmeldungen aus der von uns geführten Bürgerversammlung“ eine architektonische Lösung gefunden worden, die die Anforderungen eines modernen Geschäfts- und Wohnhauses mit dem gestalterischen Ensemble des Neumarkts „in idealer Weise verbindet und den historischen Ort würdigt“. Veränderungen am ursprünglichen Entwurf seien auf eine breite Zustimmung gestoßen. Auf dieser Basis habe im vergangenen Jahr der Bauausschuss der Stadt unter Beteiligung aller Fraktionen ohne Einwände die Baugenehmigung erteilt. Auf dieser Grundlage seien bereits attraktive Mieter für das Gebäude gewonnen geworden. Die KIB habe bereits die komplette Bauleistung an die Firma Köster (Dresden) als Generalunternehmer im Spätherbst 2016 pauschal vergeben. Mit Aushub, Verbau und Fundamentierung sei schon begonnen worden. An die Baugenehmigung seien alle Projektbeteiligten gebunden. Tkatzik: „Da die ausführliche und konstruktive Diskussion über die architektonische Gestaltung unter Berücksichtigung aller in den vergangenen Jahren vorgetragenen Anpassungswünsche im vergangenen Jahr erfolgreich abgeschlossen wurde, würden erneute Änderungen unter anderem allen oben genannten eingegangenen Verpflichtungen als auch dem mit der Stadt Dresden fixierten Ergebnis entgegenstehen.“

Nach Tkatziks Worten ist dem Unternehmen bewusst, „dass eine architektonische Gestaltung immer wieder Fragen und Kritik auslösen wird“. Daher sei es der Gruppe sehr wichtig gewesen, von Anfang an im Dialog mit den Vertreterinnen und Vertretern von Politik und Verwaltung sowie mit der Bürgerschaft eine möglichst breite Zustimmung für das Projekt zu gewinnen, „was uns neben Bürgermeinungen zu einer stärker historischen oder zu einer stärker modernen Architektur auch durch Lob an der gefundenen Architektur konstatiert wird“.

Investor: „Moritzhaus wird Gewinn für die Stadt und Bürger darstellen

Die KIB sei überzeugt, dass „das Moritzhaus einen Gewinn für die Stadt Dresden und ihre Bürger darstellen wird“. Mit der Kombination von Einkaufen, Arbeiten und Wohnen werde dem Neumarkt ein lebendiger Stadtbaustein hinzugefügt. Die ausgewogene Gebäudestruktur interpretiere die am Neumarkt vorhandenen Gestaltungselemente neu und werde das künftige Gesicht des Neumarkts in der historischen Altstadt mit prägen. Die Vielseitigkeit des Gebäudes findet sich auch in der Architektur wieder: Moderne Elemente und innovative Details orientieren sich an traditionellen Ausführungen und ortstypischen Proportionen. Bei der Konzeption dieses mehrere Jahrhunderte nach Anlage des Neumarktes entstehenden, zeitgemäßen Neubaus habe für die KIB der Bezug auf Stadtbild und Umfeld überragende Bedeutung besessen. Tkatzik: „Wir sind uns sicher, dass die Bürger der Stadt Dresden das Moritzhaus nach der Realisierung positiv aufnehmen werden.“

 

Von Ingolf Pleil

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