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Inventur im Dresdner Zoo: 267 Arten und 1572 Tiere + x

Tiere zählen Inventur im Dresdner Zoo: 267 Arten und 1572 Tiere + x

Der Dresdner Zoo macht Inventur und zählt seine tierischen Bewohner. 267 Arten und 1572 Tiere + x sind es. Warum es da eine kleine Unbekannte gibt, was es mit der wilden Hilde auf sich hat und wie sich Dresden unter den zoologischen Einrichtungen zur Nacktmullhochburg gemausert hat, erfuhren wir vor Ort.

Die Erdmännchen im Dresdner Zoo.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Wie überall ist auch im Dresdner Zoo zum Jahreswechsel Inventur. Natürlich sind die Pfleger über ihre Schützlinge immer im Bilde. Doch gerade bei den kleinen, in größerer Menge vorhandenen Tieren ist es wichtig, einmal im Jahr durchzuzählen und das Ergebnis mit den Zahlen der Zu- und Abgangsbücher zu vergleichen. Auch das Gewicht einzelner Tiere wird bei dieser Gelegenheit erfasst.

 Mit Zählen begonnen wurde nach Weihnachten. Am Donnerstag gab es nun das vorläufige Ergebnis. Momentan leben im Dresdner Zoo 267 Arten, davon 63 Säuger, 95 Vogel-, 36 Reptilienarten sowie acht Amphibien-, 43 Fischarten und 22 Wirbellose. Zum Vergleich die Zahl der Tierarten der Vorjahre: 2015 waren es 265, ein Jahr zuvor 272. 2013 wurden 285 Arten gezählt. Die Zahl der Tiere beträgt aktuell „1572 + x“.

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Wie überall ist auch im Dresdner Zoo zum Jahreswechsel Inventur. Natürlich sind die Pfleger über ihre Schützlinge immer im Bilde. Doch gerade bei den kleinen, in größerer Menge vorhandenen Tieren ist es wichtig.

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Die kleine Unbekannte steht deshalb dabei, weil die genaue Überprüfung der Zahlen von Schlupf und Geburt erst Ende Januar abgeschlossen ist. Und weil ein paar wenige Arten gibt, wo das Zählen schwierig ist und auch keinen Sinn macht. „Bei ganz kleinen Fischen und Mäusen zum Beispiel“, sagt Kurator Matthias Hendel. Dass sogar Wasserflöhe gezählt werden, ist ein Gerücht.

Nacktmull

Nacktmull.

Quelle: Dietrich Flechtner (Archiv)

Bei den Nacktmullen, die in der Erde leben, gibt es aber eine genaue Zahl. „128 sind es“, verrät Matthias Hendel. Und dass der Zoo Dresden die „Nacktmullhochburg“ europaweit ist. „Wir waren europaweit die erste zoologische Einrichtung, die mit der Nacktmullnachzucht Erfolg hatte.“ Mittlerweile habe der Zoo Dresden seit 2010/11 schon elf Kolonien an Zoos und Einrichtungen europaweit abgegeben. Zuchterfolge konnte der Zoo 2016 unter anderem auch bei den Rotbüffeln, bei den Roten Pandas, bei den Goldtakinen, bei den Zwergottern und beim Rosalöffler verbuchen.

 Mit dem Futtertrick wurden gestern auch die bei den Besuchern beliebten Erdmännchen an eine Stelle gelockt, um sie medienwirksam zu zählen – unter dem Blitzlichtgewitter der Fotografen. Das Ergebnis: Es sind 12. Momentan. Denn die „wilde Hilde“, das viereinhalb Jahre alte Erdmännchen-Superweib, ist in Sachen Nachwuchs sehr produktiv. „Pro Jahr hat es drei bis vier Würfe“, erzählt Revierleiter Gerd Grätz. „Lieblingsmann ist Horst. Aber auch Heinz und Helmut haben eine gewisse Chance.“ Nebenbuhlerinnen dulde Hilde nicht. „2016 mussten wir ein ähnlich großes Weibchen weggeben“, erfahren wir von Grätz weiter.

Wahida wird gewogen

Wahida wird gewogen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Prächtig gediehen ist Wahida. Das weibliche Trampeltier erblickte am 12. Mai 2016 das Licht der Welt. 236,5 Kilogramm bringt es jetzt auf die Waage. „Das ist für ihr Alter gut, sie ist weder zu leicht, noch zu schwer“, ist Revierleiter Thomas Sickert zufrieden. Dann wurde gestern noch die Messlatte angelegt. 1,46 Meter Schulterhöhe wurde notiert.

Dass der Gang des Trampeltiers vom Gehege zur Waage an der Futtermeisterei hinter dem Pinguingehege und zurück für das Jungtier kein Problem war, ist das Ergebnis kontinuierlichen Trainings. Gerade die Trennung von der Gruppe sei für Mutter Madhuri und das Jungtier zunächst keine einfache Prozedur gewesen und anfangs mit lautstarkem Rufen quittiert worden. Mittlerweile hätten sich die Tiere jedoch an die zeitweilige Trennung gewöhnt, erfahren wir im Zoo.

Dieser verbuchte im vergangenen Jahr 796 857 Besucher und Einnahmen in Höhe von mehr als 3 Millionen Euro. Ein Rückgang um sechs Prozent. Ursache sei die schlechte Witterung gewesen, sagte Zoodirektor Karl-Heinz Ukena. „In den Oktoberferien haben wir sonst rund 80 000 Besucher. Diesmal waren die Ferien total verregnet. So kamen nur 50000.“ Auch bei einigen Veranstaltungen habe der Zoo Pech mit dem Wetter gehabt. Die besucherstärksten Tage waren 2016 der Ostermontag mit 9800 und Halloween mit 11 000 Gästen.

Von Catrin Steinbach

Dresden,Tiergartenstraße2 51.036616 13.753138
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