Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Interview mit Priv-Doz. Helmut Sachs, Chefarzt der Augenklinik Friedrichstadt über die Ursachen von Erblindung
Dresden Lokales Interview mit Priv-Doz. Helmut Sachs, Chefarzt der Augenklinik Friedrichstadt über die Ursachen von Erblindung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:39 09.09.2015
Quelle: PR

[image:php7yPRNR20141014122441.jpg]Wie definiert die Medizin Blindsein?

Damit kann man große Zeitungsüberschriften nicht mehr lesen. Ansonsten gilt als blind, wer sich in einer unbekannten Umgebung nicht orientieren kann. Subjektiv bestehen jedoch große Unterschiede.

Welche Augenkrankheuten können zum Erblinden führen?

Die wichtigsten und häufigsten Krankheiten, die hierzulande zum Verlust des Augenlichts führen können, sind die Makuladegeneration Diabetes und auch das Glaukom. Degenerative Erkrankungen können auch zu einer Erblindung führen, wie z.B. die Retinitis pigmentosa, eine Netzhautdegeneration, bei der die Photorezeptoren zerstört werden. Die Makuladegeneration betrifft die zentrale Netzhaut und geht mit einem fortschreitenden Funktionsverlust des zentralen Sehens einher. Im Gegensatz dazu gefährdet das Glaukom, der sogenannten Grüne Star, das Gesichtsfeld und beeinträchtigt so das Sehvermögen. Beim Glaukom erhöht sich der Augeninnendruck. Das kann mit Medikamenten oder einer Operation behandelt werden. Das sind alles Krankheiten, die eher ältere Menschen betreffen. Zur Erblindung kann es außerdem kommen, wenn im Gehirn Bereiche der Sehbahn geschädigt werden z.B. durch einen Schlaganfall. Ein Risikofaktor für die Erblindung oder Entwicklung einer Sehbehinderung ist leider auch die Frühgeburt. Bei einem Frühchen ist die Netzhaut noch nicht voll entwickelt und es kann im Rahmen der Reifung zu Störungen kommen, die im schlimmsten Fall auch eine Blindheit bedeuten können.

Erwirbt man alle diese Krankheiten im Laufe des Lebens?

Nein, es gibt auch erbliche Krankheiten, die zur Erblindung führen können. So kann die Retinitis pigmentosa vererbt werden und auch schon jüngere Menschen erblinden lassen. Die Krankheit verläuft schleichend, die Patienten sind meist zuerst nachtblind.

Welche Therapien gibt es inzwischen?

Wir haben bei der Therapie der Makuladegeneration große Fortschritte gemacht. Die feuchte Form dieser Krankheit können wir mit Spritzen in das Auge sehr gut behandeln. Leider hilft das nicht bei der trockenen Form der Krankheit. Und diese betrifft mit 85 Prozent die Mehrheit der Patienten. Bei den erblichen Augenkrankheiten wird viel auf dem Gebiet der Genetik geforscht, um mit einer Gentherapie in Zukunft Erfolg haben zu können. Sehr innovativ sind auch Sehprothesen. Diese funktionieren nur bei degenerativen Augenerkrankungen, geben den Patienten lebenspraktische Hilfen. Derzeit können diese Patienten bestenfalls große Zeitungsüberschriften lesen.

jv

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schwarze Rillen am Boden führen vom Eingang des Hörsaalgebäudes bis an die Treppen und bis ans Fenster des Pförtners. Anhand der Kennzeichnung orientieren sich die etwa 25 blinden und sehbehinderten Studenten der TU Dresden.

09.09.2015

Studenten, die von außerhalb nach Dresden ziehen, erhalten von der Landeshauptstadt auch 2015 eine Umzugsbeihilfe. Einmalig 150 Euro – ausgezahlt von Januar bis März nächsten Jahres durch das Studentenwerk – landen so auf dem Konto der Neu-Dresdner.

09.09.2015

Das Ergebnis sei grandios, freute sich Insolvenzverwalter Frank-Rüdiger Scheffler gestern. 48 Millionen Euro hat der Verkauf von Immobilien aus dem Besitz der Prosavus AG und ihrer Tochtergesellschaften erlöst.

09.09.2015