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Internationale Wochen gegen Rassismus in Dresden mit großem Programm

95 Aktionen Internationale Wochen gegen Rassismus in Dresden mit großem Programm

Am Donnerstag beginnen zum zweiten Mal die bundesweiten Internationalen Wochen gegen den Rassismus. In Dresden lautet das Motto „100 Prozent Menschen würde – Zusammen gegen Rassismus“. Noch bis 6. April finden Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen, Vorträge, Frühstückstreffs, Kurse und vieles mehr zum Thema statt.

Die Musiker von Banda Internationale spielten bereits am Dienstagabend in der Gorbitzer Philippusgemeinde.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Am Donnerstag beginnen zum zweiten Mal die bundesweiten Internationalen Wochen gegen den Rassismus. In Dresden lautet das Motto „100 Prozent Menschen würde – Zusammen gegen Rassismus“. Noch bis 6. April finden Veranstaltungen, Feste, Ausstellungen, Vorträge, Frühstückstreffs, Kurse und vieles mehr zum Thema statt. Im November 2016 rief Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) die Bürger, Vereine und Institutionen auf, sich 2017 an den Wochen gegen Rassismus zu beteiligen. Die Resonanz war daraufhin so groß, dass mit 95 Veranstaltungen das Programm reich gefüllt und deutlich größer als im Vorjahr ist. Es beteiligen sich neben vielen Vereinen unter anderen Museen, Büchereien und das Staatstheater. Ob in Ausstellungen von Arbeiten nichtdeutscher Künstler und in Diskussionsrunden – immer geht es um die Begegnung mit Bürgern mit Migrationshintergrund auf Augenhöhe. „Gewalttaten, aber auch menschenverachtende Äußerungen gegenüber Fremden treten in Dresden leider immer noch und offen zu Tage“, so Hilbert über die Notwendigkeit der Veranstaltungen: „Die Wochen zeigen, wofür die Mehrheit der Dresdner steht: nämlich für ein friedliches, solidarisches Miteinander.“ In der Stadt gibt es bereits gut funktionierende Netzwerke der Vereine, die sich für Geflüchtete und Migranten einsetzen.

Neben den städtischen Stellen bieten auch zahlreiche ehrenamtliche Helfer Deutschkurse, Schularbeitenhilfe, Treffen zur Integration mit Dresdnern und Geflüchteten an. Aktivitäten wie Kochkurse, Sport treiben und gemeinsames Musizieren schaffen natürliche Begegnungsräume für Bürger und Migranten, die die Integration einfacher machen. Vereine, die so arbeiten, konnten sich mit ihren Aktivitäten fast natlos in das Programm einbringen. Das Bürgerbüro von Eva-Maria Stange (SPD) in Löbtau beteiligt sich selbst, koordiniert und unterstützt einige der Veranstaltungen. In vielen Diskussionen hat die Staatsministerin sich für das Thema engagiert: „Immer noch werden Menschen bei uns manchmal allein auf Grund ihres anderen Aussehens schlechter behandelt als andere“, sagte sie. „Das ist zutiefst ungerecht und auf diese unbequeme Wahrheit aufmerksam zu machen immer wieder wichtig. “

Aus dem Programm

„Unter Sachsen – zwischen Wut und Willkommen“, Herausgeber und Initiatoren gehen der Frage nach: „Bautzen, Freital, Hoyerswerda – Warum immer Sachsen?“; die Veranstaltung findet am 16. März um 19 Uhr im Kleinen Haus des Staatsschauspiels, Glacisstr. 28, 01099 Dresden, statt; Eintritt frei

„Gegen rechte Parolen ankommen“ mit Referent Michael Ziegenhagen, „Aktion gegen Vergessen“, Berlin, findet am Sonnabend, 18. März, im Bürgerbüro, Rudolf-Renner-Straße 51, statt; Interessierte können sich unter Tel.: 427 99 14 anmelden; die Teilnahme ist kostenfrei


für Kinder, Jugendliche und Erwachsene; über Mode kann die Angst vor dem Fremden abgebaut werden; der Kult des „Stoffes auf dem Kopf“ soll den Menschen entschleiern; was sagen Kleidung und Kopfbedeckungen über den Menschen aus? Sonntag, 19. März, 15 bis 19 Uhr, Stadtmuseum Dresden, Wilsdruffer Straße 2

öffnet montags im Kleinen Haus im Rahmen der Bürgerbühne in der Neustadt; es ist ein offener Treffpunkt für Geflüchtete und Einheimische; ab 15 Uhr finden ein offener Theaterworkshop, Kinderprogramm und Frauencafé statt, ab 17 Uhr ist das Café offen für alle

: „Sieh den andern lange an und langsam“ schrieb der Lyriker Adel Karasholi in einem seiner Gedichte – das wird aufgegriffen und als Motto genutzt; Dienstag, 21. März, 17 bis 19 Uhr für Menschen ab 12 Jahren, Veranstalter und Ort: Schreibwerkstatt Gorbitz, Mittelpunkt DPBV, Merianplatz 4

: Vom (Un-)Menschlichen im Kriege; Bilderserien von Christian Modersohn und Hans Mroczinski; die Ausstellung erinnert an die Folgen des Nationalsozialismus und seines „Rassenkrieges“ als Urform des modernen Rassismus und zeigt in komplementärer Weise das Menschliche und das Unmenschliche inmitten des Krieges, Vernissage am 28. März, 19 Uhr, im ehemaligen QM auf dem Leutewitzer Ring 35

findet sich im Internet unter dresden.de unter Aktuelles

Ebenso engagieren sich christliche Organisationen und Kirchen. Mit Michaela Schoffa hat die evangelische Landeskirche eigens eine Flüchtlingsbeauftragte, die die Aktivitäten koordiniert und Ansprechpartnerin ist. Sie leitet das Ökumenische Informationszentrum e.V. Dort laufen alle Fäden zusammen. Hier können sich auch Bürger melden, die sich in irgendeiner Form engagieren möchten. Das kirchliche Netzwerk verbindet Gruppen und Vereine aller Dresdener Stadtteile.

Das Konzert der „Banda Internatonale“ am Dienstagabend in der Philippusgemeinde in Gorbitz war ein ideales Bespiel von Integration und Engagement. Die Musiker kommen zum Teil aus Dresden, aber die meisten aus verschiedenen Nationen. Sie spielen seit 15 Jahren gegen rechte Parolen.

Von Claudia Atts

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