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Lokales Internationale Gärten laden zum Eröffnungsfest
Dresden Lokales Internationale Gärten laden zum Eröffnungsfest
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15:59 19.08.2016
Friedrich Naehring aus Dresden gießt seine Winteraussaat. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Seit 2005 gibt es den Internationale Gärten e.V. Die Mitglieder beackerten bislang an der Pfotenhauerstraße ein Stück Land. Es war der erste Gemeinschaftsgarten, der in Dresden entstand.

Weil auf der Fläche ein Parkhaus gebaut werden soll, musste der Verein im April dieses Jahres im Stadtteil umziehen. Die Stadt richtete den einstigen Sportplatz her, setzte das Container-Gartenhaus um, baute Brunnen und Stromanschluss und ließ gute Erde anfahren. Nun wird am Sonnabend, dem 20. August, ab 14 Uhr am neuen Standort an der Holbeinstraße (Eingang in Höhe Permoserstraße) offiziell Einweihung gefeiert.

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert will vorbeischauen. Ansonsten gibt’s Musik und viele Spielangebote für Kinder. Auch ein Zauberer ist mit von der Partie. Das Fest ist öffentlich, Neugierige sind willkommen. Für Hungrige wird ein Buffet aufgebaut – sofern jeder, der sich daran bedienen möchte, auch etwas dafür mitbringt. „Erfahrungsgemäß entsteht immer eine große bunte Tafel“, weiß Mattes Hoffmann.

Der 44-jährige Landschaftsarchitekt macht seit der Gründung der Internationalen Gärten im Verein mit. Dieser zählt mittlerweile rund 120 Mitglieder. „40 Prozent von ihnen sind Geflüchtete, 30 Prozent haben einen Migrationshintergrund, 30 Prozent sind Deutsche. Unsere Mitglieder kommen aus 19 verschiedenen Herkunftsländern“, so Hoffmann. Geflüchtete und Hartz IV-Empfänger zahlen 10 Euro pro Jahr für die Mitgliedschaft im Verein und 10 Euro für ein Beet. Alle anderen kostet der Vereinsbeitrag 25 Euro und ein Beet 20 Euro pro Jahr.

Obwohl der neue Gemeinschaftsgarten mit einer Fläche von 3200 Quadratmetern fast doppelt so groß sei wie alte Garten an der Pfotenhauerstraße, sind die angelegten Beete „im Großen und Ganzen vergeben“, sagt Mattes Hoffmann. Jedes Mitglied bewirtschaftet sein Beet individuell. Es gibt aber auch Gemeinschaftspflanzungen und -flächen sowie acht Bienenvölker. „Der Garten ist nur Mittel zum Zweck. Uns geht es vor allem darum, Möglichkeiten der Begegnung und des Austausches zu schaffen“, erklärt Hoffmann. So gibt es zweimal im Monat freitags ein zwangloses Begegnungscafé für Gärtner und Anwohner. „Wir wollen den uns zur Verfügung stehenden Freiraum auch anderen zur Verfügung stellen.“

Von Catrin Steinbach

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