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Interessengemeinschaft der Nierenkranken Dresden e.V. berät seit 25 Jahren Betroffene

Letzte Chance Dialyse Interessengemeinschaft der Nierenkranken Dresden e.V. berät seit 25 Jahren Betroffene

Seit mehr als 25 Jahren berät die Interessengemeinschaft der Nierenkranken Dresden e.V. Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung auf die Dialyse-Maschine angewiesen sind oder eine Organspende erhalten haben. Der Verein steht mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet, abgesehen vom medizinischen Bereich, alle Fragen.

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Mit dabei sind Dieter Mutscher und Christine Paulick. Die beiden wissen, wovon sie sprechen, sind sie doch – wie alle Mitglieder – selbst betroffen.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Seit mehr als 25 Jahren berät die Interessengemeinschaft der Nierenkranken Dresden e.V. Menschen, die aufgrund ihrer Erkrankung auf die Dialyse-Maschine angewiesen sind oder eine Organspende erhalten haben. Der Verein steht mit Rat und Tat zur Seite und beantwortet, abgesehen vom medizinischen Bereich, alle Fragen, die nach einer entsprechenden Diagnose anstehen. Mit dabei sind Dieter Mutscher und Christine Paulick. Die beiden wissen, wovon sie sprechen, sind sie doch – wie alle Mitglieder – selbst betroffen.

Für Christine Paulick änderte sich das Leben 1993. In diesem Jahr musste sie mit der Dialyse beginnen – drei Mal pro Woche, jeweils vier bis fünf Stunden. Vor 19 Jahren schließlich erhielt sie eine Spenderniere. Dieter Mutscher musste seit 2002 zur Blutwäsche, viereinhalb Jahre später erhielt der den ersehnten Anruf: Ein geeignetes Organ war gefunden. „Es war 10 Uhr morgens, ich war im Büro. Das werde ich nie vergessen“, sagt der heute 55-Jährige.

Die beiden und ihre Mitstreiter haben es sich zur Aufgabe gemacht, anderen Betroffenen die Angst vor der Dialyse zu nehmen, ihre eigenen Erfahrungen weiterzugeben, für Organspenden zu werben und aufzuklären. Etwa darüber, dass trotz der Erkrankung Urlaubsreisen kein Tabu sind. Möglich machen das so genannte Dialyseferienzentren, die es flächendeckend in Deutschland und auch im Ausland gibt. Allerdings: „Man muss sich erst um die Maschine kümmern, dann um die Unterkunft“, so Christine Paulick.

Auf der Agenda des Vereins stehen zudem Informationen zur Ernährungsumstellung und dem Trinkverhalten während der Dialyse oder nach einer Transplantation sowie Hilfe bei der Beantragung eines Schwerbehindertenausweises. Um auf alle Fragen eine Antwort zu geben zu können, haben sich sechs Mitglieder 2015 eigens zu zertifizierten Patientenbegleitern beim Bundesverband Niere in Mainz ausbilden lassen. Auch wenn die Diagnose den Alltag auf den Kopf stellt, nicht alle Dinge müssen sich ändern. Sport in Maßen zum Beispiel können die Betroffenen betreiben. Dieter Mutscher geht sogar noch einen Schritt weiter und war selbst während seiner Dialyse-Zeit immer mit dem Rennrad unterwegs. „Ich bin der Verrückte“, sagt er.

Mit zwei Problemen hat die Interessengemeinschaft allerdings zu kämpfen. Der Verein sucht neue Mitstreiter. „Die gegenwärtigen 26 Mitglieder sind alters- und krankheitsbedingt leider nicht mehr in der Lage, aktiv mitzuarbeiten“, sagt Christine Paulick. Und noch wichtiger: Es mangelt an einem Büro. „Wir machen alles von Zuhause aus, jeder hat ein paar Akten bei sich“, so die 66-Jährige. Ein geeigneter Raum wäre auch wichtig, um regelmäßige Sprechstunden anbieten zu können. Zur Zeit finden die Beratungen auf Abruf statt. Was fehlt, ist das Geld. Allein mit den Mitgliedsbeiträgen sowie Spendengeldern von den Krankenkassen und der Stadt rückt dieser Wunsch bislang in weite Ferne.

Kontakt: Tel.: 03523/633 32 oder 0351/250 68 42, Mail: kontakt@nierenkranke-dresden.de; www.nierenkranke-dresden.de

Von Christin Grödel

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