Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Intensive Debatte mit OBM in der Dresdner Kreuzkirche
Dresden Lokales Intensive Debatte mit OBM in der Dresdner Kreuzkirche
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:54 11.05.2016
Dresden

 Er höre immer wieder den Vorwurf, die Berichterstattung über Pegida sei so schlimm wie zu DDR-Zeiten, erklärte am Abend Stefan Locke, Sachsen-Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, auf dem Bürgergespräch in der Kreuzkirche. Was, fragte er, wäre zu DDR-Zeiten passiert, wenn Journalisten über die Demonstration von Bürgern berichtet hätten? Sie hätten sich mit den Bürgern in der Stasihaft wiedergefunden. „Medien zwischen Wahrheit und Lüge“ hieß das Thema, Moderator Peter Stawowy zog nach mehr als zwei Stunden intensiver Debatte ein kritisches Fazit: „Ich hätte mir eine konstruktivere Diskussion mit weniger Vorwürfen gewünscht“, erklärte der Medienberater.

„Es gibt nur eine Linie: Hacken auf Pegida, Hacken auf Dresden.“ „Rassisten, Menschenfeinde. So werden wir genannt.“ „Der Großteil der Leserschaft ist erwachsen und will nicht bevormundet werden. Die Leser sind in der Lage, sich selbst eine Meinung zu bilden.“ „Ich empfinde es als Lüge, wenn Meldungen von höchster Bedeutung nicht gedruckt werden.“ „Es ist eine Schande, ein ganzes Bundesland als Schandfleck zu verunglimpfen“, sagten Rednerinnen und Redner in die Saalmikrofone.

Den Vorwurf von Pegida-Mitbegründer René Jahn, die Medien selbst seien Schuld an der Entstehung des Begriffs „Lügenpresse“, konterte Locke: Die Pegida-Spitze habe am Beginn der „Spaziergänge“ im Herbst 2014 den Medien keine Kommentare gegeben und auch die Pegida-Mitläufer belehrt, nicht mit den Medien zu sprechen. „Wir konnten uns nur an das halten, das von der Bühne gesprochen wurde.“ Das Bild werde eben maßgeblich von denen zum Teil rassistischen Reden geprägt, die vom Podium geschwungen wurden.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP), gemeinsam mit Superintendent Christian Behr Veranstalter der Bürgerversammlungen, lobte die vielfältige Medienlandschaft in Dresden. Er kündigte an, die Veranstaltungen fortsetzen zu wollen. Die nächste ist für den 9. Juni zum Thema „Partizipation“ geplant. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) habe sein Kommen zugesagt und werde sich den Besuchern in der Kreuzkirche stellen. Die waren diesmal weniger zahlreich erschienen als bei den vorigen vier Veranstaltungen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aktuelles Dresdner Gartenberaterin gibt Tipps - Naschgarten auf dem Balkon

Man muss keinen Garten haben, um selbst Gemüse und Obst anzubauen. Ein Balkon reicht auch. „Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt“, weiß die Dresdner Gartenberaterin Helma Bartholomay. Sie verrät, was man alles anbauen kann und was dabei zu beachten ist.

10.05.2016
Lokales Am Dienstag wurde vor der Staatskanzlei in Dresden demonstriert - „Der Ministerpräsident muss die sächsische Windenergiebranche klar unterstützen“

Gesetzliche Neuerungen könnten den Ausbau der Windenergie bremsen. Wir sprachen mit dem sächsischen Landesvorstand des Bundesverbands WindEnergie, Professor Martin Maslaton über den aktuellen EEG-Entwurf.

 
13.05.2016

Bundeskanzlerin Angela Merkel und fünf Bundesminister sind zur Bilderberg-Konferenz 2016 nach Dresden eingeladen worden. Dies ging aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage mehrerer Bundestags-Abgeordneten der Linksfraktion hervor.

10.05.2016