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Insolvenzanträge: Für die Dresdner Infinus-Gruppe wird es eng

Insolvenzanträge: Für die Dresdner Infinus-Gruppe wird es eng

Beim unter Betrugsverdacht stehenden Dresdner Finanzdienstleister Infinus könnten die laut Oberstaatsanwalt Lorenz Haase „umfangreichen Maßnahmen zur Vermögenssicherung“ im Zuge der Razzia vor einer Woche nun doch schnell gravierende Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb haben.

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Quelle: dpa

Mindestens zwei Unternehmen der Infinus-Gruppe, deren Konten von der Dresdner Staatsanwaltschaft gesperrt wurden, haben nach DNN-Informationen bereits Insolvenzanträge auf den Weg gebracht. Weitere sollen in Vorbereitung sein.

Bei ihr hätten sich bereits einige besorgte Infinus-Anleger gemeldet, sagte die Dresdner Anlegeranwältin Cordula Heß den DNN. Betroffenen rät sie, in Erfahrung zu bringen, ob der Finanzvermittler, der sie beraten hat, über eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung verfügt. Sei das der Fall, bestehe auf juristischem Weg die Chance, Schadenersatzansprüche durchzusetzen. Die Anwältin hat zum Beispiel nach der Pleite der BFI-Bank vielen Anlegern auf diese Weise geholfen, wenigstens einen Teil ihres Geldes zurückzubekommen. Die Versicherer, so Heß, würden jedoch die Schadensumme ebenso wie die Anzahl der Schadensfälle pro Police oft deckeln.

Da unter dem Infinus-Haftungsdach viele einzelne Finanzvermittler tätig gewesen seien, bestehe eine Chance, dass bei einer Vielzahl von Policen nicht wenige der rund 25.000 Anleger, die insgesamt 400 Millionen Euro investiert haben sollen, zum Zuge kommen. Die Hamburger Hans John Versicherungsmakler GmbH, an der Infinus wie auch an der Brenneisen Capital AG (BCAG) in Wiesloch seit Anfang des Jahres beteiligt ist, und die wie die BCAG nach eigenen Angaben von den laufenden Ermittlungen nicht betroffen ist, hat sich auf Vermögensschaden-Haftpflichtversicherungen spezialisiert.

In wieweit die Infinus-Vermittler allerdings versichert waren, ist fraglich. Gesetzlich verpflichtet sind sie laut Cordula Heß dazu nicht. BCAG-Vorstand Manfred Brenneisen plant unterdessen, das Aktienpaket seiner Familie, das er an Infinus veräußert hatte, zurückzukaufen. „Wir haben keine Produkte von Infinus vertrieben“, sagte Brenneisen den DNN. Die Infinus-Gruppe habe gegen Provision die Kapitalanlagen der BCAG vermittelt. Trotzdem befürchte er ein Imageproblem angesichts der Vorgänge um den Mutterkonzern, die ihn kalt getroffen hätten. „Unser Ziel ist es, die Mutter so schnell wie möglich wieder loszuwerden.“, so Brenneisen.

Holger Grigutsch

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