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Lokales Innovationszentrum für Leichtbau geplant
Dresden Lokales Innovationszentrum für Leichtbau geplant
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16:45 27.03.2017
Das Haus E auf dem Gelände der Universellen Werke soll zu einem Innovationszentrum mit 6500 Quadratmetern Nutzfläche umgebaut werden. Quelle: Sebastian Burkhardt
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Dresden

Schon lange ist auf dem Gelände der einstigen „Universellen Werke“ an der Zwickauer Straße 40-58 nicht mehr viel von Innovation und Produktion zu sehen. Wo fast 100 Jahre lang modernste Maschinen für verschiedenste Verwendung hergestellt wurden, verfällt das alte Industriedenkmal nun schon seit Jahren. Doch das ändert sich schon bald, denn sowohl die Stadt, die Technische Universität Dresden (TU) und der Investor Immopact sehen auf dem Areal optimale Bedingungen für die in Dresden ohnehin schon führenden Wirtschafts- und Wissenschaftszweige Leichtbau und Werkstoffforschung.

Entstehen soll in der traditionellen Fabrikanlage zunächst ein 6500 Quadratmeter umfassendes und flexibel nutzbares Innovationszentrum. „Leichtbau in Dresden ist einzigartig und führend auf der Deutschen Landkarte“, sagte Robert Franke, Leiter des Amts für Wirtschaftsförderung Dresden, am Montag beim offiziellen „ersten Hammerschlag“ für das Innovationszentrum.

Auf dem traditionellen Industriegelände soll bis 2018 ein Innovationszentrum im Haus E entstehen.

Die Immobilienfirma Immopact, bereits seit über 20 Jahren im Besitz der Immobilie, investiert laut Geschäftsführer Andreas Schöberl zunächst einen hohen, einstelligen Millionenbereich in das Haus E. Bis 2022 soll dann schrittweise der Ausbau der übrigen Gebäude und des insgesamt 30 000 Quadratmeter großen Grundstücks erfolgen. Ob auch dort eine ähnliche Nutzung vorgesehen ist, konnte Schöberl nicht sagen. Im Haus E sind sollen für das geplante Innovationszentrum erst einmal bis 2018 ein Technikum, große Flächen mit Industrieloft-Charakter und kleinteilige Areale für Forschung und Startup-Unternehmen entstehen.

Federführend im Konzept ist das TU-Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik (ILK). „Wir brauchen zeitgemäße Infrastrukturen, um den Übergang der Wissenschaft in die Wirtschaft und letztendlich in die Wertschöpfungskette zu beschleunigen“, erklärte TU-Rektor Hans Müller-Steinhagen. Wissenschaft alleine reiche nicht aus, sondern man müsse die PS, die man in Dresden zweifellos habe, auf die Straße bringen. So solle das neue Innovationszentrum Ideen entwickeln, Märkte kreieren und letztendlich Theorie und Praxis miteinander verknüpfen.

Um das Vorhaben zu realisieren, mussten viele Parteien an einen Tisch gesetzt werden. Letztendlich überzeugten die Pläne des ILK die Verantwortlichen der Stadt. Das Technologiezentrum Dresden wird demnach als Mieter die Räumlichkeiten nach Plänen des ILK strukturieren und vermieten. Details könne man jetzt aber noch nicht nennen, so Bertram Dressel, Geschäftsführer des Technologiezentrums.

Auch namenhafte Firmen haben schon Bereitschaft und Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. Zwar gäbe es noch keine konkreten Pläne, aber Wilfried Eberhardt, Aufsichtsratsmitglied er Kuka AG, will eng mit den Verantwortlichen zusammenarbeiten und sieht das große Potential des geplanten Innovationszentrums. „Auch in der Roboterforschung kommen wir irgendwann nicht mehr am Leichtbau vorbei. Das ist die Zukunft“, so Eberhardt. Auch in Vergangenheit gab es bereits schon gemeinsame Projekt der Kuka AG mit dem ILK.

Von Sebastian Burkhardt

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