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Lokales Initiative fordert: Hochhaus Pirnaischer Platz abreißen
Dresden Lokales Initiative fordert: Hochhaus Pirnaischer Platz abreißen
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14:00 08.08.2017
Soll abgerissen werden: das Hochhaus am Pirnaischen Platz.  Quelle: Wolfgang Goliasch (Archiv)
Dresden

Die Initiative StadtbilDD fordert den Abriss des Hochhauses am Pirnaischen Platz. Das Gebäude, an dem früher die legendäre Zeile „Der Sozialismus siegt“ prangte, präge seit über 50 Jahren funktional und dominant die Stadtsilhouette, erklärte Michael Wolf von der Initiative. Viele Dresdner würden das sozialistische Vorzeigeobjekt von einst zunehmend als unzeitgemäß und optische Zumutung empfinden. Die zentrale Lage, die überdimensionierte Baumasse in der Vertikalen, die primitive Formsprache und eine mangelhafte städtebauliche Einbindung würden für eine Suche nach Alternativen sprechen.

Im Zuge der Bewerbung Dresdens zur europäischen Kulturhauptstadt 2025 sollte nach einer zeitgemäßen Lösung gesucht werden. Ein Erhalt des Gebäudes in einer jetzigen Form lehne StadtbilDD ab, so Wolf. Der Abriss könnte die Voraussetzungen für eine Neugestaltung des Pirnaischen Platzes schaffen. Freunde der sozialistischen Moderne würden in Dresden eine Vielzahl repräsentativer und mehr oder weniger gut in den Stadtraum eingebundener Vertreter dieser Epoche finden, etwa den Kulturpalast, das Rundkino, die sanierten Blöcke am Altmarkt oder der Wilsdruffer Straße.

StadtbilDD sei sich bewusst, dass Vertreter der Ostmoderne den Abrissplänen vehement wiedersprechen werden, so Wolf. „Dies sollte aber einer Entscheidung hin zu einer dauerhaft tragfähigen zeitgemäßen Lösung nicht im Wege stehen.“ Es müsse nun eine Weichenstellung für einen der ehemals schönsten Dresdner Plätze erfolgen. Nicht zuletzt die Politik sei gefordert, durch weitsichtige, mutige Entscheidungen dafür zu sorgen, dass der Pirnaische Platz mittelfristig wieder als ein Platz mit Verweilqualität durch die Dresdner angenommen werden könne und nicht allein auf seine derzeitig verkehrsrelevante Funktion reduziert bleibe.

Das 50 Meter hohe Hochhaus wurde von 1964 bis 1966 errichtet. Es hat 14 Etagen und verfügt über 180 Wohnungen. 2007 wurde das Gebäude an einen Investor verkauft. Seit Jahren verfällt das Haus, viele Mieter sind ausgezogen. Angekündigte Sanierungspläne verwirklichte der Investor nicht. So ist unter anderem der Brandschutz mangelhaft. Nach Informationen der Stadt wird das Objekt gerade verkauft.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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