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Lokales Initiative „Dresden hilft Kobane“ droht zu scheitern
Dresden Lokales Initiative „Dresden hilft Kobane“ droht zu scheitern
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13:55 11.10.2016
Oma Heidi in Aktion: mit dem Rettungswagen an der Zollstation in Istanbul Quelle: Heidemarie Franzke
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Dresden

Monatelang wurden Spenden gesammelt und nach ewiger Suche endlich ein passender Krankenwagen gefunden. Dieser wurde mit Medikamenten und medizinischem Material ausgestattet und sollte ursprünglich nach Kobane gehen. Doch nun droht der Krankenwagen in der Türkei verschrottet zu werden. Die Gründe dafür sind noch unklar, doch der Zoll in Ankara verweigert die Weitergabe des Wagens. „Uns läuft die Zeit davon“, fürchtet Sprecherin Anja Osiander und ist nun zusammen mit Fettah Cetin, Vorsitzender des deutsch-kurdischen Begegnungsvereins und ortskundig in der Türkei, nach Ankara geflogen. Sie wollen den auf sie angemeldeten Wagen zurückfordern. Anschließend soll er nun nach Griechenland gebracht werden und für die medizinische Versorgung der seit der Schließung der Balkanroute dort gestrandeten Flüchtlinge zur Verfügung stehen. „Nicht Kobane, nicht Diyarbakir, nun hoffentlich wenigstens Griechenland. Die Irrfahrt unseres Rettungswagens sagt viel aus über die Lage in Europa und Nahost. Die Politik versagt - es gibt viel zu tun“, erklärt Anja Osiander. Das Herz der Initiative, Oma Heidi, kann nicht bei dieser Reise dabei sein und drückt ihren Schützlingen die Daumen.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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