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Infrastruktur an der Kapazitätsgrenze: Dresdner Norden braucht mehr Wasser

Industrieansiedlung Infrastruktur an der Kapazitätsgrenze: Dresdner Norden braucht mehr Wasser

Die Großinvestitionen von Bosch und Philipp Morris bringen nicht nur Arbeitsplätze nach Dresden. Sie stellen die Stadt auch vor eine große Herausforderung: Die Infrastruktur für die Unternehmen muss ausgebaut werden. Beide Konzerne wollen ihre neuen Fabriken an Gewerbestandorten im Dresdner Norden errichten.

Die Großinvestitionen von Bosch und Philipp Morris bringen nicht nur Arbeitsplätze nach Dresden. Sie stellen die Stadt auch vor eine große Herausforderung.

Quelle: dpa

Dresden. Die Großinvestitionen von Bosch und Philipp Morris bringen nicht nur Arbeitsplätze nach Dresden. Sie stellen die Stadt auch vor eine große Herausforderung: Die Infrastruktur für die Unternehmen muss ausgebaut werden. Beide Konzerne wollen ihre neuen Fabriken an Gewerbestandorten im Dresdner Norden errichten. Mitte der 1990er Jahre wurde die Infrastruktur für diese Region auf eine von Büronutzung geprägte Entwicklung ausgelegt. „Diese ist mit den derzeit angesiedelten Unternehmen vollständig ausgeschöpft“, heißt es in einer aktuellen Vorlage von Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) für den Stadtrat.

Der Norden hat sich zum weltweit beachteten Mikroelektronikstandort entwickelt, an dem mehrere Tausend Mitarbeiter beschäftigt sind. Industrie braucht Strom, Gas, Wasser – die Versorgungsunternehmen und die Stadt selbst müssen nachbessern. So plant die Netztochter der Dresdner Drewag-Stadtwerke Investitionen in Höhe von rund 16 Millionen Euro unter anderem für ein neues Umspannwerk an der Wilschdorfer Landstraße. Für eine neue Hochdruckgasleitung sind 833.000 Euro vorgesehen.

Am dringlichsten ist laut Hilbert aber der Ausbau der Wasserversorgung. Die Kapazitätsgrenze für den Nordraum sei erreicht, das Trinkwassernetz für die Industriebetriebe, aber auch die Privathaushalte in Klotzsche, Weixdorf und Langebrück befinde sich an der Kapazitätsgrenze. Für die Neuansiedlungen müsse die Wasserversorgung schnellstmöglich ausgebaut werden. Der OB schätzt die Gesamtinvestitionen auf rund 5,6 Millionen Euro, wobei die Landeshauptstadt 70 Prozent Fördermittel einwerben könne.

In einer ersten Stufe soll die Liefermenge auf 600 Kubikmeter Trinkwasser pro Stunde erhöht werden. In einem zweiten Schritt ist eine Erhöhung auf 900 Kubikmeter pro Stunde geplant. Dazu muss die Kapazität in den Zwischenpumpwerken am Moritzburger Weg und an der Radeburger Straße erhöht werden. Diese sollen neue Aggregate erhalten. Die Leitungen in der Radeburger Straße, Am Torfmoor und in einem Abschnitt der Hellerstraße sollen auf einer Länge von rund 1,5 Kilometern aufgeweitet werden. In der Wilschdorfer Straße soll eine dritte, 1,3 Kilometer lange Leitung errichtet werden. Eine Auswechslung der vorhandenen Leitungen sei hier nicht möglich, da damit die Versorgung der Anlieger akut gefährdet werde.

Der Ausbau der Infrastruktur für den Norden ist bisher nicht im Haushalt eingeplant. Damit die Stadt Fördermittel beantragen kann, muss sie nachweisen, dass sie das eigene Geld für das Vorhaben zur Verfügung hat. Dabei handelt es sich um rund 1,7 Millionen Euro. Hilbert schlägt vor, bereits anders verplante Gelder aus dem Haushalt des Amtes für Wirtschaftsförderung für den Netzausbau zu verwenden. Bis Ende Oktober muss der Fördermittelantrag gestellt werden. Bis dahin muss der Stadtrat den Vorschlägen des OB zustimmen.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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