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Lokales Informationsveranstaltung: Neubau der B6 in Cossebaude
Dresden Lokales Informationsveranstaltung: Neubau der B6 in Cossebaude
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16:50 28.02.2017
Andreas Teubner (links im Bild) ist der Sprecher der Bürgerinitiative „Neue B6“ Quelle: Juergen-Michael Schulter
Dresden

Seit Öffnung der Elbquerung in Niederwartha hat der Verkehr in der Ortschaft Cossebaude und in Stetzsch deutlich zugenommen. Um die Lebensqualität im Dresdner Westen weiterhin zu gewähren und den überregionalen Verkehr zwischen Dresden und Meißen abfließen zu lassen, wurden bereits im Mai 2010 Pläne für einen Neubau der B6 von Dresden-Stetzsch bis -Cossebaude entwickelt. Die „Ortsumgehung Cossebaude – B6n“ soll den überregionalen vom örtlichen Verkehr trennen und endlich für Ruhe in dem Dresdner Stadtteil sorgen.

In Cossebaude machen sich die Anwohner deshalb seit geraumer Zeit für den Neubau der B6 stark. Unter anderem präsentierte die Bürgerinitiative „Neue B6“ eine Liste mit allerlei Gründen, warum die momentane Situation unhaltbar und eine Umgehungsstraße unumgänglich sei. So führe die Überlastung durch den Schwerlastverkehr zu Erschütterungen und Rissen in den anliegenden Gebäuden, erklärt Andreas Teubner von der Bürgerinitiative: „Wenn ich im zweiten Stock in meinem Sessel sitze, spüre ich sofort, wenn ein Schwertransporter vorbeifährt. Man kann sich das schlecht vorstellen, aber die Erschütterung ist enorm. Der Straßenbelag ist über 22 Jahre alt und wurde bereits mehrfach gefräst“. Früher oder später könne der Belag der extremen Belastung von täglich 20.000 Fahrzeugen nicht mehr standhalten. Zudem kratze die ständige Lärm- und Abgasbelastung durch den hohen Verkehr zunehmend an den Nerven. Schlafstörungen seien bei vielen Anwohnern die Folge, so Teubner weiter. Mit der „B6n“ werde außerdem eine wichtige Ausweichroute für Einsatzfahrzeuge der Polizei, Feuerwehr und des Rettungsdienstes geschaffen.

Obwohl die Gründe für einen Neubau der B6 nicht von der Hand zu weisen sind, gab es dennoch Kritik am Bauvorhaben. Besonders bei den Anwohnern in Mobschatz, deren Häuser unmittelbar an der neuen Trasse liegen, schrillten die Alarmglocken. Die Lärmbelastung würde demnach lediglich von der alten auf die neue Bundesstraße verlegt, kritisieren Betroffene in diversen Internetforen. Dem widerspricht Teubner: „Uns geht es nicht darum, den Lärm zu verlagern. Wir wollen den Lärm teilen. Wenn man es gut macht, kann die Lärmbelastung an der neuen Strecke sogar verringert werden.“ Aus internen Kreisen wisse er, dass es bereits Pläne für gezielte Lärmschutzmaßnahmen gäbe.

Vorschläge, die Baumaßnahmen mit einem Anschluss der Brücke in Niederwartha über einen Anstiegstunnel an das Dreieck Dresden-West zu umgehen, scheiterten an zu hohen Kosten für den Bau und Unterhalt eines solchen Tunnels. „Ich bin gern Steuerzahler, aber man sollte sich trotzdem fragen, welche Baumaßnahmen sinnvoll sind und welche nicht“, sagt Teubner. Der Neubau der B6 sei demnach die wesentlich günstigere Alternative.

Nachdem das Bauvorhaben in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionsstoff gesorgt hatte, sollen die Anwohner nun mit Hilfe einer Informationsveranstaltung über den aktuellen Stand der Planungen informiert werden. Dort gibt es zudem die Möglichkeit, Einwände anzusprechen und Fragen zu klären.

Die Informationsveranstaltung zum Neubau der B 6 findet am Mittwoch, den 22. März, findet von 18 bis 20.30 Uhr im Spiegelsaal des Restaurants „Da Remi“, Weistropper Straße 2, statt.

Von Justine Büschel

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