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Lokales In der Dresdner Altmarktgalerie gibt’s jetzt Gold "to go" - aus dem Automaten
Dresden Lokales In der Dresdner Altmarktgalerie gibt’s jetzt Gold "to go" - aus dem Automaten
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22:46 09.09.2015
Sieht auf den ersten Blick aus wie ein Fahrkartenautomat: der Goldautomat in der Altmarktgalerie. Gestern morgen konnte man dort den 1g-Goldbarren für 70 Euro und den 2,5g-Goldbarren für 165 Euro kaufen. Quelle: C. Steinbach
Zeit ist Geld

Genauer Standort: im Untergeschoss der Altmarktgalerie - am Eingang zum Lebensmitteldiscounter Aldi. Sicher nicht, damit man das an Milch und Butter gesparte Geld gleich krisensicher anlegt, sondern weil man dort auf einen regen Publikumsverkehr - und damit gegebene natürliche Sicherheit - setzt.

Zu haben sind Goldbarren unterschiedlichen Gewichtes (1g, 2,5g, 5 g, 10 g und 1 Unze), ein goldener Herzanhänger mit Hologramm oder auch klassische Anlagemünzen wie Krugerrand und Kangaroo. Die 2,5-Gramm-Barren sind zudem mit einer nur in Dresden erhältlichen Gravur versehen: einem Zwinger- bzw. einem Frauenkirchenmotiv. "Alle Goldbarren haben 24 Karat und jeder Artikel ist mit einer Geld-zurück-Garantie ausgestattet", heißt es in einer Pressemitteilung des Automatenbetreibers.

Bei diesem handelt es sich um die Ex Oriente Lux AG. Das Unternehmen (2007 als Tochter der Geissler C-B-T Holding gegründet) hat seinen Sitz in Reutlingen. Der Fokus lag - wie man der Internetseite der Firma entnehmen kann - zunächst auf Landentwicklung und erneuerbaren Energien in Südosteuropa. Dieser Geschäftsbereich wurde jedoch schon nach wenigen Monaten "vorläufig stillgelegt". Dafür wandte man sich Edelmetallen zu, startete 2009 den Online-Edelmetall-Shop www.Gold-Super-Markt.de. Die Idee, einen Goldautomaten zu entwickeln, sei Thomas Geissler, dem Vorstand der Ex Oriente Lux AG, und seinen Mitstreitern nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers gekommen, die weltweit das Finanzsystem erschütterte. 2009 wurde ein Prototyp aufgestellt. Mittlerweile gibt es schon 35 Goldautomaten - nicht nur in Deutschland, sondern auch in Portugal, Italien und England, in den USA und in Dubai. Und man sei weiter auf Expansionskurs, heißt es aus dem Unternehmen. Weitere Standorte seien in Frankreich, China, Spanien und den USA in Vorbereitung.

Der Goldautomat sei ein "Schwäbisches Fort Nox", "weitgehend einbruch- und manipulationssicher und ... sehr einfach zu bedienen", wirbt das Reutlinger Unternehmen. Ein Computer im Inneren sei permanent online und aktualisiere den Gold-Preis im Ein-Minuten-Takt. Gold aus dem Automaten solle als Geschenkidee wahrgenommen werden und Lust auf die Investition in Edelmetalle wecken, da physisches Gold gerade in unsicheren Zeiten eine attraktive Anlageform darstelle. Doch das schwäbische Unternehmen schreibt selbst: "...kleine Mengen eignen sich nicht zur Wertanlage, erst ab einem Feingewicht von Barren in 250g ist es ratsam, in physisches Gold zu investieren."

Bernd Schomaker, Leiter der Geschäftsstelle Dresden des namhaften Edelmetallhändlers pro aurum am Postplatz sieht den Goldautomaten mit Skepsis. Grundsätzlich sei er eine Alternative. Wer jedoch Gold als Wertanlage ins Auge fasse, solle lieber einen seriösen Fachhändler vor Ort aufsuchen. "Denn dort ist die Anonymität gewahrt, kann man sich beraten lassen, bekommt einen Überblick über das Preisgefüge." Zudem sei die Frage, wie es um die Verfügbarkeit der Barren im Automaten bestellt sei, wenn eine größere Nachfrage bestünde.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.04.2012

Catrin Steinbach

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