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Lokales In Kauscha entsteht ein Gewerbegebiet für 15 Unternehmen
Dresden Lokales In Kauscha entsteht ein Gewerbegebiet für 15 Unternehmen
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10:00 28.06.2018
Die Erschließungsarbeiten in Kauschau laufen, Immobilienexperte Peter Großer hat schon mehrere Grundstücke verkauft. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Die Wirtschaft brummt, die Gewerbeflächen werden knapp in Dresden. Die Verwaltung bereitet autobahnnahe Grundstücke im Dresdner Norden für eine Großansiedlung vor und setzt auf den Wissenschaftsstandort Ost für die Ansiedlung von Forschungsinstituten und innovativen Unternehmen. Einer Erbengemeinschaft mit familiären Wurzeln in Kauscha ist jetzt gelungen, die Weichen für ein Gewerbegebiet zu stellen, das Grundstücke für Handwerker und kleinere Unternehmen bietet. Und das wenige Meter von der Autobahnauffahrt Dresden-Prohlis entfernt.

Erst war die Fläche am westlichen Rand von Kauscha ein Hopfenfeld. Schon kurz nach der Wende wollte die Eigentümerfamilie das Grundstück entwickeln. „1995 war die Geburtsstunde des Bebauungsplanes“, erklärt Immobilienexperte Peter Großer, der sich um die Vermarktung des Gewerbegebietes kümmert. 23 Jahre sind inzwischen ins Land gegangen, in denen sich zunächst Archäologen auf der Fläche tummelten und zwei Pfeilspitzen ausgruben.

Satteldächer und eine Bushaltestelle

1999 kam Kauscha von Bannewitz zur Landeshauptstadt Dresden, und die Stadtentwicklung musste den Bebauungsplan für das Gewerbegebiet erst für sich entdecken, wie es Großer formuliert. Auch dieser Prozess dauerte. Vor drei Jahren wäre das Gewerbegebiet um ein Haar dann noch ganz gescheitert: Ein Gutachter vermutete zwei Feldlerchen-Nester in der Nähe des Plangebietes. Deshalb musste ein 6500 Quadratmeter großer Streifen zum Schutz der vermuteten Vögel angelegt werden – zu Lasten der ursprünglich geplanten Fläche von 25.000 Quadratmetern.

Seit wenigen Tagen rollen aber nun die Bagger und erschließen die Flächen vor den Toren von Kauscha. Bis September soll das Gewerbegebiet mit Medien und Straßen voll erschlossen sein, so Großer. Platz für rund 15 Betriebe ist vorhanden, fünf Flächen wurden schon verkauft. So ziehen ein Zimmermann aus Striesen, ein Sanitärgeschäft aus Reick, ein Baugeschäft aus Strehlen und ein Hausmeisterservice aus Striesen an den Stadtrand in Autobahnnähe.

Für fünf Flächen liegen Reservierungen vor, so der Immobilienexperte, weitere Grundstücke zwischen 900 und 2000 Quadratmetern sind noch frei. Für die meisten Neubauten seien Satteldächer geplant, so Großer, um einen Einklang zur nahen Wohnbebauung herzustellen. Ziel sei es auch, eine Bushaltestelle der Dresdner Verkehrsbetriebe im Gewerbegebiet einzurichten. „Wir würden uns sehr freuen, wenn das gelingen könnte“, so der Immobilienfachmann.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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