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Lokales In Dresden gibt es immer mehr Probleme bei der Wohnungssuche
Dresden Lokales In Dresden gibt es immer mehr Probleme bei der Wohnungssuche
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14:39 24.10.2016
Wenn die Dresdner Probleme bei der Wohnungssuche haben, geht es meist um den Preis. Quelle: Archiv
Dresden

Nach dem jüngsten DNN-Barometer, für das das Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden 509 Dresdner repräsentativ befragte, wohnen derzeit 76 Prozent der Bürger in der Landeshauptstadt in einer Mietwohnung. Dieser Wert schwankt in den Befragung in den letzten Jahren stabil zwischen 76 und 70 Prozent. Bei der Befragung Ende September sagten 28 Prozent, dass sie in letzter Zeit nach einer Wohnung gesucht hätten. Davon gaben 28 Prozent an, dabei hätte es keine Probleme gegeben. Bei allen Befragten, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen hatten, lag dies vor allem am Preis. Von 61 Prozent der Befragten wurde dieses Problem benannt, dahinter rangierten Unzufriedenheiten mit der Lage (24 Prozent), sowie der Ausstattung oder Größe (26 Prozent). Nun bezogen sich diese Aussagen auf die Angaben von lediglich 140 Befragten, die eine Wohnung in der letzten Zeit gesucht haben.

Auf der Basis von 447 Befragten, die dazu Angaben machten, basieren die Werte nach der Zustimmung zu der Aussage „In Dresden wird zwar viel gebaut, aber es entstehen keine bezahlbaren Wohnungen“. 81 Prozent sagten im DNN-Barometer, diese Aussage sei richtig.

Die meisten der Befragten beim DNN-Barometer mit Problemen bei der Wohnungssuche in Dresden, hatten Schwierigkeiten mit dem Preis. Quelle: Eylert

Das DNN-Barometer steht mit diesen Werten nicht allein. Auch in einer Umfrage für einen europaweiten Vergleich ist eine ähnliche Entwicklung zu erkennen. Die Zahlen, für die im Jahr 2015 die Dresdner von einem Meinungsforschungsinstitut repräsentativ befragt worden sind, legte die Kommunale Statistikstelle jetzt in ihrem jüngsten Heft „Dresden in Zahlen“ (Quartal II, 2016) der Öffentlichkeit vor. Zu der Aussage „Es ist leicht, in Dresden eine gute Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu finden“ ging demnach die Zustimmung in der Landeshauptstadt seit 2012 um sechs Prozentpunkte zurück und liegt nun nur noch bei 23 Prozent. Mit diesem Wert rangiert Dresden in der Befragung von 28 deutschen Städten auf Platz 14. In Leipzig und Braunschweig ging die Zustimmung zu diesem Satz in den letzten drei Jahren sogar um zwölf Prozentpunkte zurück.

 Im europaweiten Vergleich unter den insgesamt 104 untersuchten Städten liegt Dresden mit diesem Wert im zweiten Drittel (Rang 67). München kommt auf die niedrigsten Zustimmungswerte, in London (elf) und Paris (vier Prozent) sieht es ganz schlimm aus. Die Zustimmungswerte ergeben sich dabei jeweils durch die Zusammenfassung der Aussagen „stimme sehr zu“ und „stimme eher zu“.

Besonders deutlich ist die Veränderung der Zustimmung in Dresden innerhalb der zurückliegenden zehn Jahre. In der Dekade seit 2006 ging die Zustimmung in einem Maß zurück, wie es in Deutschland kaum noch zu finden ist. Vor zehn Jahren stimmten dem Satz noch 57 Prozent „sehr“ oder zumindest „eher zu“. Eine ähnliche Differenz ist nur in Berlin zu verzeichnen. 71 Prozent der Dresdner stimmen derzeit der Aussage, es sei leicht eine Wohnung zu einem vernünftigen Preis zu finden „eher nicht zu“.

Von Ingolf Pleil

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