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In Dresden bleiben die meisten Strecken im Winter glatt

Zu wenig Geld In Dresden bleiben die meisten Strecken im Winter glatt

Das Ziel: Alle Radwege im Winter räumen: Das Problem: Es kostet Geld. Viel Geld. Zwei Millionen Euro werden für die Umsetzung der rot-grün-roten Träume gebraucht. Im Haushalt stehen aber nur 150 000 Euro zur Verfügung. Heißt im Klartext: Es bleibt glatt.

Es bleibt glatt auf den Dresdner Radwegen.
 

Quelle: Andreas Doering

Dresden.  Der ganz große Wurf ist es nicht: Im bevorstehenden Winter werden einzelne Abschnitte des Elberadweges geräumt. Sollte es ein milder Winter werden und nicht viel Schnee fallen, könnten auch Radwege entlang der Nord-Süd-Verbindung zwischen Neustadt und Universitätsgelände geräumt werden. Das geht aber nur, wenn sich der Winter vornehm zurückhält, denn für die Räumarbeiten stehen nicht einmal 150 000 Euro zur Verfügung. Der Stadtrat hat jetzt den schrittweisen Einstieg in die Räumung der Radwege beschlossen. Bisher blieb der Schnee dort liegen, meist wurde sogar noch welcher beim Räumen der Fahrbahnen auf die Radwege geschoben. Was dazu geführt hat, dass im Winter nur eingefleischte Radfahrer unterwegs sind.

Eigentlich sollten ja nach dem Willen der rot-grün-roten Stadtratsmehrheit alle Hauptradverkehrsstrecken geräumt werden. Die Verwaltung wurde beauftragt, ein aufwendiges Konzept dafür zu erarbeiten. Das erstaunliche Ergebnis: Winterdienst ist nicht zum Nulltarif zu haben, rund zwei Millionen Euro werden dafür benötigt. Zum Vergleich: Für die Hälfte des Dresdner Straßennetzes stehen 2,5 Millionen Euro im Jahr zur Verfügung. Für die Radwege sind aber nur 150 000 Euro im städtischen Haushalt übrig. Große Sprünge lassen sich damit nicht veranstalten.

Rot-Grün-Rot will jetzt ein Ingenieurbüro mit der Erarbeitung eines weiteren Winterdienstkonzeptes beauftragen, in dem ein zusammenhängendes Winternetz für Radwege in Dresden nebst digitaler Karte entwickelt werden soll. Die dafür erforderlichen Planungskosten müssen von den 150 000 Euro auch noch abgezogen werden. Was die Chancen, ein Räumfahrzeug auf dem Elberadweg zu sehen, weiter verringert.

„Uns erschließt es sich nicht, warum jetzt noch einmal geplant werden soll“, erklärte CDU-Stadtrat Veit Böhm. Die Planungen der Verwaltung hätten schließlich auch Geld gekostet und seien nun überflüssig.

Die geplante Räumung der Radwege nach Kassenlage fand eine deutliche Mehrheit mit den Stimmen der CDU. Rot-Grün-Rot stimmte auch für die Erstellung eines neuen Konzeptes. Sollte das Thema bei den Beratungen für den Haushalt 2019/2020 auf die Agenda rücken, könnte Geld für die Räumung weiterer Radwege eingestellt werden. Setzt Rot-Grün-Rot andere Prioritäten, bleibt es bei Schmalspurangeboten.

Erklärtes Ziel der Stadtratsmehrheit ist es, den Radverkehr auch im Winter zu fördern. Vorbild sei die dänische Hauptstadt Kopenhagen, so Ulrike Caspary (Bündnis 90/Die Grünen). Dort würden die Einwohner auch bei Schnee und Eis unverdrossen auf dem Rad sitzen – dank eines funktionierenden Winterdienstes.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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