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In Dresden-Bühlau entstehen vorerst keine zusätzlichen Parkplätze

Stadtentwicklung In Dresden-Bühlau entstehen vorerst keine zusätzlichen Parkplätze

Für die von den Anwohnern als „katastrophal“ empfundene Parkplatzsituation in Dresden-Bühlau ist keine Linderung in Sicht. Nach den Angaben der Stadt ist im aktuellen Doppelhaushalt kein Geld für einen geplanten P+R-Parkplatz enthalten.

Apothekerin Sylvia Trautmann hat mit einer Petition bereits auf die schlechten Parkverhältnisse beispielsweise hier in der Weißenberger Straße aufmerksam gemacht. An der Einbahnstraße liegt eine Kita. Und häufig wird in zweiter Reihe geparkt.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Die Vorgeschichte ist lang: Als das Gymnasium Bühlau erweitert werden musste, fiel ein P+R-Parkplatz für Pendler in der Quohrener Straße weg. Nach Ansicht der Anwohner steht die Stadt im Wort, schnell für Ersatz zu sorgen. Dafür wird von den Betroffenen ein geplanter P+R-Parkplatz an der Sohlander Straße in Betracht gezogen. Inzwischen glauben sie jedoch nicht mehr, dass die Stadt daran zeitnah noch festhält. Hintergrund sind Pläne der Stadt, möglicherweise an der Rossendorfer Straße einen P+R-Parkplatz einzurichten, wenn die Gleisschleife vom Ullersdorfer Platz verlegt wird.

 „Für den Vorschlag, an der Sohlander Straße einen neuen Platz zu bauen, weil dort eine der wenigen noch freien städtischen Flächen ist, gab es aus dem Ortsbeirat und in der Bevölkerung breite Zustimmung“, hält der Loschwitzer Ortsbeirat Hans-Jürgen Burkhardt (Die Linke) dem entgegen. Für den ins Spiel gebrachten neuen Standort Rossendorfer Straße lägen weder ein Bebauungsplan noch andere Planungen vor und die Realisierung in weiter Ferne. „Wir sind für den Parkplatzbau an der Sohlander Straße noch in diesem Jahr, um den Parkdruck durch Pendler und andere Besucher aus den umliegenden Wohngebieten zu nehmen.“ An der Rossendorfer Straße könnten frühestens 2023 Bauarbeiten starten.

Das sieht auch Sylvia Trautmann so. Die Apothekerin, deren Geschäft an der Ecke Grundstraße/Bautzner Landstraße angesiedelt ist, gehörte zu den Initiatoren einer Petition an die Stadt, mit der sie sich für den Parkplatz an der Sohlander Straße einsetzten (DNN berichteten). „An der Rossendorfer Straße nützen uns die Parkplätze auch nichts“, erklärte sie jetzt. Sie befürchtet aber, dass auf der städtischen Fläche an der Neukircher Straße die Feuerwehr einen großen Ersatzneubau für ihr Haus auf der anderen Straßenseite und die bisher am Krankenhaus Weißer Hirsch gelegene Rettungswache anstrebt. Beide Gebäude sollen angeblich nicht mehr den Unfallverhütungsvorschriften entsprechen. Nach Trautmanns Ansicht sollte die Stadt stattdessen sowohl auf der Fläche an der Neukircher Straße als auch an der Rossendorfer Straße Parkflächen schaffen. Ärzte, Anwohner, Händler und andere Gewerbetreibende würden unter der Situation leiden.

Doch dafür fehlt zunächst erstmal das Geld. Wie Doris Oser, die persönliche Referentin von Baubürgermeister Raul Schmidt-Lamontain (Grüne) auf DNN-Anfrage erklärte, werde der Bebauungsplan (Nr. 3000, Dresden-Bühlau Nr. 9) für den P+R-Platz Bühlau weiter bearbeitet. Gegenwärtig würden die nach der öffentlichen Auslegung eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet. Damit ein Bebauungsplan rechtskräftig wird, müsse er als Satzung vom Stadtrat beschlossen werden. Das sei im 2. Quartal dieses Jahres möglich. Dann kommt das große Aber: „Eine bauliche Herstellung des P+R-Platzes setzt die notwendigen Mittel im städtischen Haushalt voraus. Diese sind im Haushalt 2017/2018 bisher nicht enthalten.“ Und nach Ansicht der Stadt taugt der Platz ohnehin nicht für das Anliegen der Anwohner.

„Wir teilen nicht die Auffassung, dass im beschriebenen Gebiet eine ,katastrophale Parkplatzsituation’ zu verzeichnen ist“, bekräftigte Doris Oser die Haltung der Stadt. Partiell gebe es insbesondere von Montag bis Freitag tagsüber Engpässe bei verfügbaren Pkw-Stellplätzen im Umfeld der Bautzner Landstraße. „Parkraumbewirtschaftungsmaßnahmen“, was meist Parkgebühren heißt, in den anliegenden Seitenstraßen der Bautzner Landstraße würden geprüft. Aufgrund der begrenzten Flächenverfügbarkeiten sei aber auch das Engagement der Hauseigentümer zur Bereitstellung von erforderlichen Stellplätzen für die Mieter oder Nutzer dieser Gebäude außerhalb des öffentlichen Verkehrsraumes gefragt.

Die Stadt erkennt zudem selbst, dass der P+R-Parkplatz auf der Rossendorfer Straße das Parkproblem nicht löst. Dafür seien die P+R-Plätze aber auch gar nicht gedacht, heißt es. P+R-Parkplätze sollten vielmehr Pendlern die Möglichkeit geben, ihr Auto abzustellen und auf den Nahverkehr umzusteigen.

Von Ingolf Pleil

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