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Immobilien in Dresden immer teurer - Preise in Radebeul ziehen auch an

Immobilien in Dresden immer teurer - Preise in Radebeul ziehen auch an

Die Preise für Grundstücke und Wohneigentum in den beiden boomenden sächsischen Metropolen Dresden und Leipzig steigen rasant. In Chemnitz und vielen Landkreisen dagegen stagnieren sie oder sinken als mittelbare Folge des demografischen Wandels.

Quelle: Landesvermessungsamt

Dresden. Das ist Kernaussage des ersten sächsischen Grundstücksmarktberichts Sachsens, den Innenminister Markus Ulbig (CDU) gestern in Dresden vorstellte.

Danach mussten Käufer von Eigentumswohnungen 2014 in Dresden und Leipzig schon knapp 3000 Euro pro Quadratmeter im Erstverkauf hinblättern. Leipzig lag dabei mit 2985 Euro noch vor der Landeshauptstadt (2879 Euro). Auch die Grundstückspreise für den individuellen Wohnungsbau kennen in den Großstädten nur eine Richtung: nach oben. In Dresden liegen sie jetzt im Durchschnitt bei knapp 200 Euro pro Quadratmeter, in Leipzig bei etwa 120 Euro. Bei freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern stellte sich die Situation ähnlich dar (Dresden 2127 Euro pro Quadratmeter vor Leipzig mit 1668 Euro pro Quadratmeter). Preistreiber waren - erwartungsgemäß - Immobilien in den inneren Stadtkernen. Dagegen stagnierten die Preise in den Landkreisen oder sanken sogar. So kostete der Quadratmeter Wohnfläche für Ein- und Zweifamilienhäuser in Nordsachsen nur noch 726 Euro (2013: 806 Euro).

Der Bericht schaffe Markttransparenz, gebe Investoren Orientierung und sei ein "ein Leitfaden für alle, die in Sachsen Wohnungen oder Grundstücke kaufen oder verkaufen wollen", so Ulbig. Helfen könne er auch bei der Planung der Altersvorsorge.

Der Oberste Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Freistaat Sachsen hatte für die - künftig im Zwei-Jahres-Takt erscheinende - Analyse mehr als 45 300 notariell beurkundete Kaufverträge im Freistaat mit einem Gesamtumsatz von rund 6 Milliarden Euro ausgewertet.Matthias Kredt, Chef des Gutachterausschusses, will dennoch keine konkreten Kaufempfehlungen ableiten. "Das hängt sicherlich davon ab, wo attraktive Landschaften entstehen, beispielsweise im Neuseenland südlich von Leipzig oder auch in der Lausitz. Auch eine Nähe zu Mittel- oder Oberzentren wird immer eine Rolle spielen." Zudem entwickle sich um die Großstädte eine Art Speckgürtel, wo - wie in Radebeul - fast die gleichen Preise gelten wie in den Oberzentren selbst.

Der Bericht ist kostenfrei abrufbar unter www.boris.sachsen.de.

Roland Herold

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