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Lokales Immer mehr Menschen pendeln im Raum Dresden zur Arbeit
Dresden Lokales Immer mehr Menschen pendeln im Raum Dresden zur Arbeit
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08:18 30.07.2018
Symbolfoto Quelle: dpa
Dresden

In Dresden pendeln immer mehr Menschen zu ihrer Arbeit. Kamen 2013 noch 86 274 Menschen zur Arbeit nach Dresden und 48 456 Dresdner verließen dazu die Stadt, so waren es im vergangenen Jahr schon 93 990 Menschen, die in die Landeshauptstadt zum Arbeiten kamen, aber außerhalb wohnen. 55 223 Dresdner verdienten dagegen jenseits der Stadttore ihre Brötchen. Das geht es den jüngsten Zahlen der Kommunalen Statistikstelle der Stadt Dresden hervor.

Mehr Pendler bedeuten mehr Verkehr mit Privatautos oder Bussen und Bahnen. Außerdem arbeiten damit immer mehr Menschen nicht an dem Ort, an dem sie ihre Steuern zahlen. Dabei geht es nach dem Einwohnerprinzip. Viele Kommunen im direkten Umland der Landeshauptstadt profitieren so erheblich vom Arbeitsplatzangebot in Dresden.

Frauen pendeln häufiger nach Dresden als ins Umland

Die Statistiker nahmen dabei insbesondere 19 Kommunen im nahen Umfeld der Stadt unter die Lupe. Das betrifft alle direkt an Dresden angrenzenden Orte sowie Meißen, Weinböhla und Coswig. 2017 pendelten insgesamt 41861 Menschen aus diesen Kommunen zum Arbeiten nach Dresden, im Gegenzug gingen 25354 Dresdner in diesen Städten und Gemeinden einer Arbeit nach. Von den Einpendlern nach Dresden waren 47 Prozent Frauen, bei den Auspendlern waren es dagegen nur 39 Prozent.

Nur in zwei Orten war aus Dresdner Sicht die Zahl der Auspendler größer als die Zahl der Einpendler. In Kreischa arbeiten 562 Dresdner mehr als dazu aus der südlichen Gemeinde mit großer Reha-Einrichtung nach Dresden kommen. Auch in Wachau, das auf einen großen Milchverarbeitungskonzern verweisen kann, werden mehr Dresdner Arbeiter gezählt als Wachauer, die in Dresden arbeiten. Hier lag die Differenz am Stichtag allerdings bei lediglich drei Personen.

Von 4184 Bannewitzern, die einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgingen, pendelten 54,1 Prozent (2265) dafür nach Dresden. Fast die Hälfte aller Jobinhaber von Moritzburg (48,9 Prozent), Radebeul (47) und Ottendorf-Okrilla (46,6) kommt zum Geldverdienen in die Hauptstadt.

In absoluten Zahlen betrachtet pendelten aus Freital mit 6786 Personen die meisten sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nach Dresden – das waren 7,2 Prozent aller Einpendler. An zweiter Stelle folgte mit 6151 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (6,5 Prozent) Radebeul, an dritter Stelle mit 4082 Personen (4,3 Prozent) Pirna.

Radebeul, Pirna und Radeberg häufigste Ziele für Auspendler

Mit einem Anteil von 8,5 Prozent fuhren mit deutlichem Vorsprung die meisten Dresdner (4712 Personen) nach Radebeul zur ihrer Arbeit außerhalb der Landeshauptstadt. Darauf folgte Pirna, wo 2509 und damit 4,5 Prozent aller Dresdner Auspendler, arbeiteten. Der dritte Platz ging an Radeberg. Dort arbeiteten 2421 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte – also 4,4 Prozent aller Dresdner Auspendler.

Die Statistiker stellten auch ein Top-15-Ranking der Zielorte für Pendler auf. Dabei brach bei den Einpendlern nach Dresden Dippoldiswalde in die Phalanx der nahen Umlandgemeinden ein. Bei den Auspendlern schafften es Bautzen und Freiberg unter die ersten 15 Kommunen, die von Dresdnern zum Arbeiten angesteuert werden.

Von Ingolf Pleil

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