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Im Zeichen der Völkerfreundschaft: „Die Russen wollen mit Europa zusammenrücken“

Dreiwöchige Reise Im Zeichen der Völkerfreundschaft: „Die Russen wollen mit Europa zusammenrücken“

Drei Wochen lang auf einer Tour durch Russland und europäische Ex-Sowjetstaaten – der Verein „Druschba“ für deutsch-russische Völkerfreundschaft hat auch in diesem Jahr eine Freundschaftsfahrt mit verschiedenen Routen organisiert. Über 300 Menschen haben daran teilgenommen, darunter die Dresdner Anne und Dr. Friedrich Naehring.

Bei einem Festival in Moskau tanzen die Reisenden zusammen mit Einheimischen inmitten von Seifenblasen.

Quelle: privat

Dresden. Drei Wochen lang auf einer Tour durch Russland und europäische Ex-Sowjetstaaten – der Verein „Druschba“ für deutsch-russische Völkerfreundschaft hat auch in diesem Jahr eine Freundschaftsfahrt mit verschiedenen Routen organisiert. Über 300 Menschen haben daran teilgenommen, darunter die Dresdner Anne und Dr. Friedrich Naehring. Sie wählten die Hauptroute, die sie zu den Metropolen Moskau und St. Petersburg führte, aber auch nach Kaliningrad, Smolensk oder in die weißrussische Hauptstadt Minsk.

Ziel dieser Fahrten ist es, den Frieden und Beziehungen in der Bevölkerung Russlands und Deutschlands zu fördern und zu pflegen. „Wir haben erlebt, dass ein Großteil der Russen möchte, dass ihr Land und Europa näher zusammenrücken und besonders mit Deutschland kooperiert“, schildert Friedrich Naehring seine Erlebnisse. Daher solle abgelehnt werden, dass Russland als Gefahr für Europa inszeniert wird. „Die Russen sind traurig über das Bild, das in Europa und der USA von ihnen vermittelt wird“, ergänzt Anne Naehring. „So etwas nehmen sie sehr persönlich.“ Die Menschen seien äußerst herzlich gewesen und ausdrücklich zu einer Freundschaft mit Deutschland gewillt.

Auf ihrer Reise hat das Ehepaar zahlreiche Menschen getroffen, die sich der Arbeit von „Druschba“ gegenüber sehr interessiert gezeigt haben und deren Botschaftern sympathisch begegnet sind. In St. Petersburg, wo sich die Stadt aufgrund eines Marinetags und einer Parade von Militärschiffen im Ausnahmezustand befand, übergab man einen Brief von Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) an den ansässigen Gouverneur.

Auffällig sei gewesen, wie man in Russland mit dem Thema Krieg und dem Gedenken an die Opfer umgeht. Es gebe viele Kriegsdenkmäler, unter anderem im Alexandergarten am Roten Platz in Moskau, wo die Reisenden einen bewegenden Moment erlebten. „Normalerweise ist dieser Ort sehr frequentiert, aber die Verwaltung hatte den Platz für unsere Gruppe reserviert, damit wir Blumen an einer ewigen Flamme für den Unbekannten Soldaten niederlegen konnten“, berichtet Friedrich Naehring. „Nach einer kurzen Zeit des Schweigens hat einer ein Lied angestimmt und alle Anwesenden haben sich spontan an den Händen gefasst und einen großen Kreis gebildet. Diese spontane Aktion war äußerst beeindruckend.“

In einem Wald bei Twer, rund hundert Kilometer nordwestlich von Moskau, gedenkt die Gruppe den Gefallenen auf einem Friedhof für polnische Offiziere

In einem Wald bei Twer, rund hundert Kilometer nordwestlich von Moskau, gedenkt die Gruppe den Gefallenen auf einem Friedhof für polnische Offiziere.

Quelle: privat

Der Sieg gegen Deutschland im Zweiten Weltkrieg und selbst der Napoleon-Feldzug seien historische Fakten, die auch in der Gegenwart wichtig sind. „Der Grund ist, dass die Armee als Garant für die Sicherheit und den Schutz des Volkes gesehen wird.“ Das Ehepaar Naehring ist bestrebt, allen Interessierten die Arbeit von „Druschba“ näherzubringen, unter anderem mit dem Blog auf friedenrussland.blogspot.de. Trotz einiger Anstrengungen auf der Reise, legen sie diese jedem ans Herz, der sich für die Völkerverständigung mit Russland engagieren will. „Die positiven Eindrücke, die wir täglich gewinnen konnten, überwiegen deutlich.“

Von Gerrit Menk

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