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Lokales Im Zeichen der Nachhaltigkeit: 16 neue Räder für die Stadt
Dresden Lokales Im Zeichen der Nachhaltigkeit: 16 neue Räder für die Stadt
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14:55 06.09.2018
Übergabe von E-Bikes an Mitarbeiter der Landeshauptstadt durch Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (5.v.l) Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

Die Stadtverwaltung Dresden hat am Donnerstag 16 neue E-Bikes präsentiert. Damit will die Stadt Bestrebungen im Hinblick auf mehr nachhaltige Mobilität stärken. Zukünftige Nutzer sind neben Angestellten des Amtes für Stadtgrün und Abfallwirtschaft und dem Regiebetrieb Zentrale Technische Dienstleistungen unter anderem auch Mitarbeiter des Theaters Junge Generation (tjg.), des Schulverwaltungsamtes, des Kunsthauses Dresdens sowie der Allgemeinen sozialen Dienste in Leuben und Cotta. All diese Institutionen hätten zuerst Bedarf an den neuen Errungenschaften angemeldet, so Ina Helzig, Leiterin des Klimaschutzstabes. Das sei nach den Kriterien wie den Einsatzzweck der Räder und der Möglichkeit eines sicheren Abstellbereichs ausschlaggebend für die Verteilung der Fahrräder gewesen, ergänzt die 36-Jährige weiter.

Doch die 13 E-Bikes und drei Lastenräder sind erst der Anfang einer Klimastrategie, die die Stadtverwaltung Schritt für Schritt umsetzen will. Neben den Teilbereichen Strom und Wärme, die sich unter anderem mit Themen wie Photovoltaik auf Dächern von Schulgebäuden oder Fernwärme in der Stadt auseinandersetzen, gibt es gerade in Bezug auf klima- und umweltfreundlichere Mobilität ehrgeizige Bestrebungen in Dresden. Neben der Förderung des Fußverkehrs und des Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) will die Stadt eine Art Vorbildrolle für seine Bürger einnehmen. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Grüne) betont, dass vor allem die Belastung durch Lärm und Schadstoffe sinken müsse und weniger Treibhausgase verursacht werden sollen. Damit hat die Anschaffung der Räder eine gewisse Signalwirkung. Es regt Dresdner dazu an, selber öfter in die Pedalen zu treten, um auch ihren Teil zu diesen Bestrebungen beizutragen.

Denn nicht nur für das städtische Klima bringt der Umstieg viele Vorteile mit sich, sondern auch für die eigene Gesundheit und schnelleres Vorankommen innerhalb der Stadt. Das seien auch wichtige Gründe für die Anschaffung der E-Bikes für die Mitarbeiter gewesen, erklärt Jähnigen. Deshalb seien die Kosten von insgesamt 44 000 Euro, die vom Klimaschutzstab der Landeshauptstadt Dresden gefördert worden sind, auch gut angelegt, so die Umweltbürgermeisterin.

Die Radler der verschiedenen Ämter und Einrichtungen der Stadt sehen das ähnlich. Norbert Seidel, Pressesprecher des tjg., berichtet: „Die Fahrräder, vor allem das Lastenrad, sind insbesondere für kurze Wege innerhalb der Stadt sehr sinnvoll für uns. Oft transportieren wir Requisiten, Werbematerial oder andere Dinge zwischen unserem Theater im Kraftwerk Mitte und unseren Werkstätten in Cotta hin und her. Da ist eine Fahrt mit dem Rad auf dem Elbradweg viel schneller und komfortabler als mit einem Pkw.“

Auch Manuel Herrmann, Meister der Grünanlagenpflege in der Neustadt und in Pieschen, hebt die enorme Erleichterung des Arbeitsalltags durch die Räder hervor. „Parkplätze in der Neustadt sind rar. Die Suche erfordert kostbare Zeit und gute Nerven. Deshalb sind wir froh, dass wir von der Stadt E-Bikes zur Verfügung gestellt bekommen haben und entspannter von A nach B kommen“, erklärt Herrmann. Mit dem Rad können Spielplatz- und Baumkontrollen viel einfacher und vor allem schneller durchgeführt werden.

Doch nicht alle, die Bedarf angemeldet haben, konnten auch mit Fahrrädern ausgestattet werden. In Summe habe man 55 Meldungen von sämtlichen Institutionen erhalten, so Helzig. Allerdings habe man lediglich ein Budget von 50 000 Euro zur Verfügung gehabt. Die Leiterin des Klimaschutzstabes zeigte sich jedoch zuversichtlich, dass in Zukunft der ausstehende Bedarf an Fahrrädern gedeckt werden könne.

Von MH

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