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Lokales Im Streit um Schulsozialarbeit zeichnet sich Kompromiss ab
Dresden Lokales Im Streit um Schulsozialarbeit zeichnet sich Kompromiss ab
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16:55 10.04.2017
Ein Kind sitzt in der Schule traurig an der Schulbank. Quelle: picture alliance / ZB
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Dresden

Im Streit um die Schulsozialarbeit in der Stadt zeichnet sich ein Kompromiss ab. Dabei soll in der Regel mehr Personal an den Bildungseinrichtungen eingesetzt werden, als die Stadt bislang vorgesehen hatte. Dadurch könnten aber weniger Schulen zum Zug kommen.

Ausgangspunkt der Debatte sind Fördermittel des Landes für den Ausbau der Schulsozialarbeit. Aus diesem Topf erhält die Stadt 1,2 Millionen Euro. Die Stadtverwaltung wollte damit 24 Schulen mit je einer Stelle für Schulsozialarbeit ausstatten. Die Betreuung der Schüler durch Fachleute soll unter anderem zur Bewältigung von Konfliktsituation beitragen und damit insgesamt zur Verbesserung des Schulklimas beitragen. Offenbar waren die in Frage kommenden Schulen schon informiert worden. Im Jugendhilfeausschuss löste dies Kritik aus, weil die Entscheidungen noch gar nicht gefallen seien.

Nach Ansicht von mehreren Vertretern der freien Träger aus dem Jugendhilfeausschuss berücksichtigt die Stadt mit ihrem Plan weder die Größe einer Schule noch die konkreten Problemlagen in den Stadtteilen. Die freien Träger wollten die Schulen in ein Ranking einordnen, das auf der Basis eines Punktsystems die Schulen mit dem dringendsten Bedarf auflistet. Weil sich die Stadt außer Stande sah, dieses Ranking für die in diesem Jahr zu vergebenden Gelder noch rechtzeitig umsetzen zu können, verständigten sich Ausschussvertreter und Verwaltung auf einen Kompromiss, erklärte Tilo Kießling, der für die Linken im Jugendhilfeausschuss sitzt und Chef des Unterausschusses Planung ist.

Jugendhilfeausschuss und Jugendamt sollen nun eine Vorschlagsliste erarbeiten, über die am 18. Mai im Ausschuss entschieden werden soll. Bis zum 1. Januar 2018 soll das Jugendamt dann nach den Kriterien der freien Träger eine Rangliste der Schulstandorte in Dresden aufstellen, die noch nicht oder nicht ausreichend mit Schulsozialarbeit versorgt sind. Darüber soll dann der Jugendhilfeausschuss anschließend entscheiden. Das zielt darauf, bei weiteren in Aussicht stehenden Geldern schon eine Standortliste in der Hinterhand zu haben.

Der Kompromiss sieht zudem vor, dass für die Personalausstattung auch schon in diesem Jahr in der Regel 1,5 Stellen angestrebt werden. Wie viele Schulen damit künftig Sozialarbeit anbieten können, bleibt abzuwarten.

Von Ingolf Pleil

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