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Lokales Im Sommer 2019 fährt die erste Tram über die Oskarstraße
Dresden Lokales Im Sommer 2019 fährt die erste Tram über die Oskarstraße
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18:15 29.11.2018
„Feste Fahrbahn“ wird die Bauweise genannt, in der die DVB derzeit Gleise auf der neuen Stadtbahntrasse auf der Oskarstraße verlegen lassen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Die Gleisbauer haben die Oskarstraße seit etwa einer Woche in Besitz genommen. Das ist auf der Straße in Strehlen eine überraschend positive Nachricht. Dort hatten Politik und Vorstände der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) im Frühjahr 2017 den Beginn eines Trassenneubaus gefeiert, der gleichzeitig den ersten Abschnitt im sogenannten Stadtbahn-2020-Projekt bedeutet. Wenige Wochen später verhängte das Oberverwaltungsgericht Bautzen wegen eines Verfahrenfehlers einen Baustopp. Bis zur Wiederaufnahme der Arbeiten vergingen 14 Monate, der Baustopp soll bis dahin um die fünf Millionen Euro gekostet haben. Nachdem nun seit diesem Sommer vor allem die Drewag an der Verlegung einer Fernwärmehauptleitung gearbeitet haben, nimmt nun die Gleis­trasse eine Form an.

Wie wird gebaut?

Bisher wurden zwischen Gustav-Adolf-Platz und Wasaplatz die ersten 180 Meter Gleise als Einfachgleis in den Boden gebracht. Das zweite Gleis soll dort bis Mitte Dezember folgen. Die Schienen werden in einer „Feste Fahrbahn“ genannten Bauweise verlegt. Dabei werden die Straßenbahnschienen über hochwertige schwingungsdämpfende Lagen mit dem Untergrund verbunden. Anders als es der Name vermuten lässt, handelt es sich aber nicht um ein starres System, die Schienen können in ihrer Befestigung arbeiten und dabei Erschütterungen absorbieren. Das ist einerseits für die Anwohner gut. Andererseits profitiert auch die Fernwärmehauptleitung, die neben den Gleisen im Untergrund verläuft. Fernwärme und Gleiskörper sind zusätzlich durch tiefe Spundwände voneinander getrennt, was auch Reparaturen erleichtern soll.

Werden nur Gleise verlegt?

Nein. Neben der Fahrstromversorgung mit Masten und Oberleitung ist auch ein neues Gleichrichterunterwerk im Hof des ehemaligen Bahnhofsgebäudes am Haltepunkt Strehlen geplant. Das versorgt das Streckennetz landwärts bis zur Reicker Straße und ersetzt das alte an der Rayskistraße, das nach Inbetriebnahme des neuen vom Netz genommen wird.

Wann fährt die erste Tram?

Nach derzeitiger Planung soll es im Juni oder Juli 2019 soweit sein. Es gibt aber noch viele Hindernisse, die für Verzögerungen sorgen können. So sind die derzeitigen Temperaturen nicht ideal. Für die zum Gleisbau gehörenden Betonarbeiten werden Lufttemperaturen von etwa fünf Grad Celsius benötigt. Außerdem hängt der Fortschritt auch davon ab, wie die Drewag Netz mit der Fernwärmeleitung vorankommt. Bis Januar oder Februar 2019 soll die neue Leitung, die derzeit neben die alte, derzeit noch betriebene verlegt wird, bis zur Wiener Straße gezogen werden, dort biegt die Fernwärmetrasse in Richtung Kraftwerk Reick ab.

Wann ist der Wasaplatz dran?

Im Frühjahr 2019 soll es soweit sein. Vorher wollen DVB und Stadt aber noch die Anwohner informieren, ob bei einer Informationsveranstaltung oder per Faltblatt, wird noch entschieden. Während der Bauzeit auf dem Wasaplatz werden Straßenbahnen der Linien 9 und 13 von Osten kommend nur bis zur Haltestelle Hugo-Bürkner-Straße fahren. Von dort bis Lennéplatz wird es Ersatzverkehr geben. Busse der Linien 61 und 63 werden sicher an der Strehlener Kirche vorbeifahren. Für die Linie 75 wird noch an einem Umleitungskonzept gearbeitet.

Und die Wasastraße?

Dort sind die Gleise so marode, dass es auf die Frage zum Zustand von den DVB die Antwort „Wir beten!“ gibt. Sobald die Oskarstraße in Betrieb geht, werden deshalb dort die Gleise herausgerissen und anschließend eine geschlossene Asphaltbahn aufgebracht.

Von Uwe Hofmann

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