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Lokales Im Kulturkraftwerk in Dresden wird schon gewerkelt
Dresden Lokales Im Kulturkraftwerk in Dresden wird schon gewerkelt
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18:03 09.09.2015
Drewag-Projektmanagerin Roswitha Stoß (li.) und Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann sind zuversichtlich, dass die Liegenschaften auf dem Kraftwerksgelände bis 2017 auf Vordermann gebracht wurden. Quelle: Carola Fritzsche

Während die städtische Tochter Stesad den Bau des Kulturkraftwerkes plant, in dem Spielstätten für die Staatsoperette und das Theater Junge Generation entstehen sollen, sind die Dresdner Stadtwerke (Drewag) schon einen Schritt weiter: Das städtische Unternehmen baut die ersten Gebäude auf dem weitläufigen Gelände des Kraftwerkes Mitte um. Unter dem Arbeitstitel "Räume für die Kreativwirtschaft" sind die Bauarbeiter rund um das ehemalige Umspannwerk am Werkeln.

Schon reichlich Interessenten

"Eigentlich sollte die Sanierung des Umspannwerkes zum Vorhaben Kulturkraftwerk gehören", erklärt Drewag-Sprecherin Gerlind Ostmann. Doch dann passte die Sanierung finanziell nicht mehr in das städtische Paket, der Gebäudekomplex fiel zurück an die Drewag. "Darüber bin ich auch nicht böse", erklärt Roswitha Stoß, die Projektmanagerin der Drewag für das Kulturkraftwerk Mitte. Die Bauingenieurin hat ihre helle Freude daran, die historischen Kraftwerksgebäude zu betreuen. "Sehen sie die Fenster?", fragt sie und zeigt auf die Klinkerfassade des Hauses 2.5, "das waren früher Rundbögen, die zugemauert wurden." 2.5 am ehemaligen Umspannwerk ist das erste Gebäude, das innen und außen saniert wird. "Wenn es fertig ist, wird es der Kunst- und Kreativwirtschaft zur Verfügung gestellt", sagt Ostmann. Es gebe reichlich Interessenten und interessante Optionen. So habe ein bekannter Club Interesse am größten Raum im ersten Obergeschoss gezeigt, auch eine freie Studienakademie habe ihre Fühler ausgestreckt. Doch unterschrieben ist noch nichts, die Verhandlungen laufen.

2,5 Millionen Euro wird die Sanierung von Gebäude 2.5 kosten, die im Oktober oder November fertig sein soll. Böse Überraschungen gab es laut Stoß insbesondere bei der Betonsanierung: Als die Bauleute die Stützen freilegten, wurde die Bewehrung sichtbar. Der Beton war völlig marode. Während dem Klinkerbau der Feinschliff verpasst wird, sollen im benachbarten Gebäude 2.6 die Abrissarbeiten beginnen. "Damit es für die Mieter in 2.5 nicht so laut wird", erläutert Stoß den Bauablauf. In diesem Gebäude könnten Ateliers entstehen, die Drewag spreche dazu mit einer Architektin aus Leipzig.

Überraschend hat sich auch ein möglicher Interessent für die Trafohalle gefunden, die an die Großdiskothek angrenzt: Hier könnte ein Dresdner Schauspieler eine Theaterkneipe etablieren. Für das eigentliche Umspannwerk mit den Gebäuden 2.2, 2.3 und 2.4 steht die Drewag mit dem Freistaat Sachsen in Verhandlungen: Denn die Musikhochschule direkt gegenüber am Wettiner Platz sucht Räumlichkeiten für die Lehrerausbildung. "Wir haben ein Exposé eingereicht", erklärt Stoß, "und spüren Interesse." Falls die Verträge zustande kommen, könnte die Sanierung des Umspannwerkes sofort beginnen.

Innovatives "Green Building"

Weiter hinten auf dem weitläufigen Gelände in Richtung Freiberger Straße, wo im Moment die Bauleute ihre Autos parken, soll laut Stoß ein Neubau entstehen. Die Architekten würden gegenwärtig an den Entwürfen arbeiten, geplant sei ein sich selbst mit Energie versorgendes "Green Building". Gebäudehöhe und Kubatur müssten noch geprüft werden, ebenso die Frage der Nutzung. Durchaus möglich, dass die Drewag eines Tages zurückzieht auf das Gelände des früheren Kraftwerkes Mitte. Das ist laut Ostmann noch Zukunftsmusik genauso wie die Frage, ob in der ehemaligen Villa am Eingang zum Kraftwerksgelände am Wettiner Platz ein Kulturkindergarten entsteht. Die Verhandlungen mit dem Eigenbetrieb Kindertagesstätten der Stadt würden laufen. Bis 2017 will die Drewag ihre Liegenschaften auf dem Gelände auf Vordermann gebracht haben.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2013

Baumann-Hartwig, Thomas

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