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Lokales Im August tritt der absolute Baustopp auf der Oskarstraße ein
Dresden Lokales Im August tritt der absolute Baustopp auf der Oskarstraße ein
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15:25 23.03.2018
Noch bleibt einiges auf der Oskarstraße zu tun, wie DVB-Projektleiterin Annett Tschacher demonstriert.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

 Im August lässt der letzte Arbeiter den Spaten an der Oskarstraße fallen. Dann wollen Stadt, Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) und Drewag die derzeit noch laufenden Arbeiten an Versorgungsleitungen für Gas, Wasser und Strom beendet und die Baustelle winterfest gemacht haben. Wie es anschließend weiter geht, vermag derzeit niemand zu sagen.

Im Idealfall dauert die Mitte April vom Oberverwaltungsgericht Bautzen per Baustopp verordnete Ruhephase bis Mitte September. Dann könnte die Landesdirektion Sachsen ihren formellen Fehler im Planfeststellungsverfahren frühestens bereinigt haben, wie DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach sagt. Da das Gericht zum Inhalt der beklagten Umweltverträglichkeitsprüfung noch gar nichts gesagt hat und man nicht wissen könne, was bei der Ende Mai beginnenden Neuauslegung der Pläne noch alles an Einwänden auftauche, kann es auch noch deutlich länger dauern, bis wieder Baurecht herrscht.

Das bedeutet auch, dass aus dem Bau der Fernwärmeleitung in diesem Jahr nichts wird. Man habe gehofft, die Versorgungsleitung trotz des Baustopps bauen zu können, da die Fernwärme eigentlich nichts mit dem beklagten Straßenbahnprojekt auf der Oskarstraße zu tun hat, wie Drewag-Geschäftsführer Gerd Kaulfuß sagt. „Wir mussten bei Prüfung der Unterlagen aber feststellen, dass wir einfach kein Baurecht haben“, wie er sagt. Sollte es bereits im Herbst schon Baurecht geben, könnte man vielleicht einige Arbeiten vorziehen, angebunden wird die neue Fernwärmeleitung jedoch erst in den wärmeren Monaten. Die Baustelle Oskarstraße, die eigentlich im April 2018 beendet sein sollte, erlebt in jedem Fall einen zweiten Sommer.

Immerhin einige Arbeiten, die die Planer in den Sperrschatten der Oskarstraße gelegt hatten, können wie vorgesehen weiter gehen. Das gilt für die Erneuerung einer Trinkwasserhauptleitung auf der Tiergartenstraße und für den barrierefreien Ausbau der Haltestelle Hugo-Bürkner-Straße, die Sanierung des Gleisdreiecks sowie den Neubau von Fahrleitungsanlagen an der Reicker Straße.

Frühestens im Juli könne man abschätzen, wie und wann es auf der Oskarstraße weitergehen kann, sagt Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen- und Tiefbauamts. Sollte es damit länger dauern, wird über den Aufbau einer provisorischen Asphaltdecke nachgedacht, „damit dort wieder die Busse fahren können“, wie Koettnitz sagt. Um die 300 000 Euro würde die kosten. Zu den sonstigen Mehrkosten ist derzeit noch nichts bekannt. Dass es sie geben wird, ist sicher. Ebenso, dass Stadt und DVB sie zahlen werden.

Sehr hoch können sie werden, wenn die Schienen auf der Wasastraße nicht mehr halten. Sie sollen eigentlich herausgerissen werden, sobald die Straßenbahnen über die Oskarstraße fahren. Wegen des schlechten Zustands ist die gesamte Wasastrecke inzwischen Langsamfahrstrecke. „Wir werden bald damit beginnen müssen, die Gleise dort täglich zu beobachten“, sagt DVB-Infrastrukturchef Leonard Hanusch.

Am Montag, 18 Uhr, in der Strehlener Christuskirche stellen sich Baubürgermeister Schmidt-Lamontain, Amtsleiter Reinhard Koettnitz und DVB-Vorstand Andreas Hemmersbach den Fragen der Anwohner.

Von Uwe Hofmann

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