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„Ich werde den Dialog fortsetzen“

Der Dresdner Oberbürgermeister Dirk Hilbert zur Zukunft der Bürgergespräche „Ich werde den Dialog fortsetzen“

Zu sechs Bürgergesprächen haben Superintendent Christian Behr und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) in die Kreuzkirche eingeladen. In der Sommerpause wollen beide überlegen, wie es weitergehen soll. Dirk Hilbert will den Dialog fortsetzen.

Den Dialog fortsetzen: Oberbürgermeister Dirk Hulbert in der Kreuzkirche.

Quelle: Anja Schneider

Dresden.. Sechs Mal haben Superintendent Christian Behr und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zu Bürgergesprächen in die Kreuzkirche eingeladen. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) empfahl am Donnerstag, die Runden fortzusetzen. Wie es mit den Bürgergesprächen weitergehen soll, erklärt Dirk Hilbert im DNN-Interview.

Frage: Viele Teilnehmer wünschen sich eine Fortsetzung nach der Sommerpause. Wird es die Bürgergespräche weiter geben?

Dirk Hilbert: Herr Behr und ich werden gemeinsam überlegen, wie es weitergehen soll. Wir müssen über das Format nachdenken, über den Veranstaltungsort. Das muss Herr Behr auch mit dem Kirchenvorstand besprechen, der uns die Kreuzkirche zur Verfügung gestellt hat, wofür wir sehr dankbar sind.

Ich entnehme Ihren Worten: Es geht nicht um das Ob, sondern um das Wie?

Es wäre falsch, nichts zu tun. Ich halte den Dialog für sehr wichtig. Niemand in dieser Stadt kann behaupten, dass „die da Oben“, seien es Politiker, Wissenschaftler oder Journalisten, nicht mit den Menschen sprechen. Wir haben sechs Mal den Beweis des Gegenteils angetreten. Das möchte ich gerne fortsetzen.

Die Anwesenden haben mehrfach gefordert, Bundespolitiker einzuladen. Haben Sie Frau Merkel einen Brief geschrieben?

Nein, Frau Merkel noch nicht. Dafür hat Vizekanzler Sigmar Gabriel (SPD) zugesagt, zu einer Bürgerversammlung zu kommen. Da müssen wir noch einen Termin abstimmen. Ich habe auch den Präsidenten des Bundestags Norbert Lammert (CDU) eingeladen, aber er konnte aus terminlichen Gründen nicht zusagen. Wenn Herr Gabriel in Dresden gewesen ist, werden wir auch Frau Merkel einladen.

Bei der ersten Bürgerversammlung haben Sie gesagt: „Wir stecken fest.“ Hat sich in dem halben Jahr etwas geändert?

Für einen großen Teil der Dresdner Gesellschaft lässt sich sagen: „Wir bewegen uns.“ Täglich erlebe ich Beispiele dafür, wie Menschen gemeinsam versuchen, sich den aktuellen Herausforderungen zu stellen, über die wir auch in den Bürgerversammlungen gesprochen haen: Sicherheit, Integration und Zuwanderung, das Zusammenleben verschiedener Religionen und Kulturen.

Am Donnerstag waren etliche Misstöne zu hören. Haben Sie mit den Bürgerversammlungen wirklich diejenigen erreicht, die sie erreichen wollten?

Ich hatte das Gefühl, dass wir schon weiter waren. Ich verstehe den Geist nicht, den manche an den Tag legen. Auf der anderen Seite hatten viele Bürgerinnen und Bürger hier die Chance, sich offen und frei zu äußern. Viele haben ihre Meinung zu sehr unterschiedlichen Themen gesagt und ich habe zugehört. Genauso wie andere Politiker und Entscheidungsträger zugehört haben.

Ruht in der Sommerpause der Dialog mit den Bürgern?

Es gibt die verschiedensten Formen von Bürgerdialog. Ich besuche jedes Ortsamt und jede Ortschaft, da gibt es im Anschluss immer eine Bürgerversammlung. Künftig werde ich einmal im Monat eine Bürgersprechstunde anbieten. Ich möchte von den Dresdnerinnen wissen, wo es Fragen und Probleme gibt, was sie von der Stadtverwaltung erwarten.

Bürgersprechstunde am 18. Juni von 15 bis 17 Uhr im Dienstzimmer des OB im Rathaus, 2. Etage, Zimmer 014; eine Anmeldung wird empfohlen, gerne auch mit einer kurzen Beschreibung des Anliegens : per E-Mail an buero-ob@dresden.de oder telefonisch 488 2125.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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