Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Hunderte demonstrieren für Seenotrettung
Dresden Lokales Hunderte demonstrieren für Seenotrettung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:50 30.07.2018
Zahlreiche Teilnehmer bei der Demonstration für die private Seenotrettung Quelle: Anja Schneider
Dresden

Begleitet von lauter Musik, Sprechchören und Trommelschlägen haben am Sonntagnachmittag hunderte Menschen für die private Seenotrettung demonstriert. Die Initiative „Durchgezählt“ zählte zu Beginn der Veranstaltung zwischen 1300 und 1600 Menschen.

Die Aktionsgruppe „Seebrücke Dresden“ hatte zu der Demonstration aufgerufen. Sie fordern, dass die Seenotrettung sofort wieder aufgenommen werden kann und Schiffe mit Geretteten an Bord in jeden europäischen Hafen einlaufen dürfen. Außerdem sollen langfristig sichere und legale Fluchtwege geschaffen werden.

Rund 1600 Menschen gingen am Sonntagnachmittag für die private Seenotrettung auf die Straße. Zu den Teilnehmern gehörten auch Mitglieder der Hilfsorganisation „Mission Lifeline“.

Auch Spenden für die Dresdner Hilfsorganisation „Mission Lifeline“ wurden gesammelt. Deren Schiff liegt derzeit im Hafen von Valetta fest, der Kapitän Claus-Peter Reisch ist von den Behörden angeklagt. Chef Axel Steier sagte am Rand der Veranstaltung, dass seine Organisation derzeit Geld für ein Ersatzschiff sammele, wofür noch rund 250 000 Euro benötigt werden. Kürzlich erreichte TV-Moderator Jan Böhmermann bei einer Spendenaktion eine Summe von 205 000 Euro. Etwa 15 Prozent haben man für Anwaltskosten ausgeben, sagte Steier am Sonntag.

Auf der Zwischenkundgebung am Pirnaschen Platz sprachen auch zwei Crewmitglieder der Mission Lifeline: „Wir wurden behandelt wie Kriminelle“. Dennoch lassen sie sich nicht entmutigen: „Wir werden nicht aufgeben. Wir kämpfen weiter für das Recht auf Seenotrettung und lassen uns das Retten nicht verbieten.“

Am Rande der Schlusskundgebung versammelten sich Menschen für einen Flashmob und ließen sich reglos auf dem Wasser Springbrunnen vor dem Kulturpalast treiben. Unter dem Motto „Nass gegen Hass“ soll damit ein Zeichen gegen das Sterben im Mittelmeer gesetzt werden.

Bereits zwei Tage vor der Demonstration sorgten Rettungsringe im Stadtgebiet für Aufsehen. Sie wurden an verschiedenen Denkmälern auf öffentlichen Plätzen befestigt und sollten auf die Notwendigkeit der Seenotrettung im Mittelmeer aufmerksam machen.

Wie die Polizeidirektion am späten Sonntagnachmittag bestätigte, lief die Demonstration ohne Störungsfälle ab. Das Aktionsbündnis „Seebrücke Dresden“ sprach am Abend von etwa 2000 Demonstranten.

Von lml/dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Fenster wird am Abend aufgerissen und erst am morgen wieder geschlossen. Trotzdem ist der Schlaf bei dieser Hitze alles andere als erholsam. Der Dresdner Arzt und Schlaflabor-Mitarbeiter Andreas Lachnit gibt Tipps gegen Schlaflosigkeit im Sommer.

30.07.2018

Der Dresden-Tourismus verzeichnet zweistellige Zuwachsraten, der Betrieb des Kulturpalasts hat im ersten Jahr 1,3 Millionen Euro Mehrerlöse eingespielt. Eitel Sonnenschein also? Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke) verweist im DNN-Sommerinterview auch auf den neuen städtischen Haushalt, in dem zu wenig Mittel für die freie Szene eingeplant seien.

25.08.2018

Die Pendlerströme zwischen Dresden und der Region nehmen seit Jahren kontinuierlich zu. Aus mancher Kommune in der Region arbeiten inzwischen mehr als die Hälfte aller Beschäftigten in Dresden. Ihre Steuern zahlen sie damit aber außerhalb.

30.07.2018