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Hunde-Attacke in Gorbitz sorgt bundesweit für Aufsehen

Zwei Zeugen gefunden Hunde-Attacke in Gorbitz sorgt bundesweit für Aufsehen

Nach der brutalen Attacke auf eine 19-jährige Äthiopierin am Merianplatz in Dresden-Gorbitz melden sich nun auch Politiker und verurteilen den Angriff scharf. Für den Dresdner Stadtrat Christian Avenarius sei dies eine „widerliche Tat“.

Dresden.  Nach der Hunde-Attacke auf eine Äthiopierin in Dresden-Gorbitz am 9. Januar haben sich zwei Zeugen gemeldet, wie Lorenz Haase, Sprecher der Staatsanwaltschaft Dresden am Donnerstag mitteilte. Über den Inhalt der Aussagen würden derzeit noch keine Angaben gemacht, ergänzt er.

Die 19-Jährige wurde am Dienstag an der Haltestelle Merianplatz von Unbekannten beleidigt. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine Frau und einen Mann. Mit den Worten, dass Ausländer hier nichts zu suchen hätten und sie schmutzig sei, sollen sie die Äthiopierin bepöbelt haben. Anschließend ließ die Frau ihren Hund von der Leine und hetzte diesen auf die 19-Jährige. Diese erlitt leichte Verletzungen und einen Schock. Im Moment traue sie sich nicht mehr vor die Tür und könne somit auch ihre Abendschule nicht besuchen, sagte sie gegenüber dem TV-Sender „n-tv“.

Der Fall sorgte bundesweit für Aufsehen. Die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) verurteilte den Angriff sowie „jeden Angriff auf Menschen“, wie sie in einer Pressemitteilung verlauten ließ. Sie sagte auch, dass es trotz der fremdenfeindlichen Attacke im Dresdner Plattenbauviertel keine No-Go-Areas in Sachsen für Menschen mit Migrationshintergrund gebe. Diese Aussage begründet sie damit, dass es ja Zeugen gegeben habe, die eingegriffen hätten.

Köpping erklärte weiter, dass der aktuelle „Sachsen-Monitor“ gezeigt habe, dass Ausländerfeindlichkeit „hierzulande immer noch sehr verbreitet ist“.

Christian Avenarius, Fraktionsvorsitzender der SPD im Dresdner Stadtrat und Staatsanwalt, wurde da schon deutlicher: „Diese widerliche Tat ist zutiefst beschämend für uns alle. Einmal mehr haben brutale und verantwortungslose Feiglinge unsere Stadt in unrühmlicher Weise ins Gespräch gebracht“, äußert er sich zu dem Vorfall.

André Schollbach, Fraktionsvorsitzender Linken im Stadtrat, verurteilte die Tat ebenso aufs Schärfste. Für ihn steht fest, dass die Täter vom Ausländerhass getrieben gewesen seien und dadurch „das Ansehen der Stadt Dresden einmal mehr beschädigt“ haben. Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange (SPD) erklärte bereits am Mittwoch: „Einen Hund auf eine 19-jährige Frau zu hetzen und dabei zuzusehen, wie dieser sie verletzt, ist ein abscheuliches Maß an Brutalität, das ich scharf verurteile. Wer so etwas tut ist ein gefährlicher Verbrecher, der gefasst und verurteilt werden muss“. Die Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Beleidigung dauern an. Zu ihrem Fortgang will sich das zuständige Innenministerium derzeit nicht äußern.

Von Lisa-Marie Leuteritz

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Nachdem am vergangenen Dienstag Rassisten in Gorbitz einen Hund auf eine 19-jährige Äthiopierin gehetzt hatten, wurde der Tatort nun mit rechten Symbolen beschmiert. Wie die Polizei am Montag mitteilte, haben Unbekannte mit schwarzer Farbe die Werbeflächen an der Haltestelle „Merianplatz“ mit SS-Runen und einem Hakenkreuz verunstaltet.

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