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Lokales Hotel an der Marienbrücke Mitte 2019 fertig
Dresden Lokales Hotel an der Marienbrücke Mitte 2019 fertig
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15:40 29.01.2018
So soll das Hotel aussehen.  Quelle: PR
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Dresden

 Einigung an der Marienbrücke auf der Neustädter Seite: Wie Norma Schmidt-Rottmann, Sprecherin des Sächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG) Bautzen, auf Anfrage der DNN mitteilte, haben sich die Streitparteien außergerichtlich geeinigt. Was heißt: Das wegen seiner Architektur umstrittene Hotel an der Marienbrücke kann gebaut werden.

Ein Nachbar des Neubaus war gegen die Baugenehmigung für das Hotel vorgegangen und hatte in erster Instanz vor dem Verwaltungsgericht Dresden Recht bekommen: Das Vorhaben hält wohl die vorgeschriebenen Abstandsflächen zum Nachbargrundstück nicht ein, begründeten die Dresdner Richter im Juli 2017 ihren Beschluss und ordneten einen Baustopp an. Dagegen war der Investor Benchmark Real Estate aus Frankfurt/Main in Beschwerde gegangen.

Über die Details des Vergleichs wurde laut einem Benchmark-Sprecher Stillschweigen vereinbart. Aber man benötigt nicht viel Phantasie, um sich vorzustellen, was die Parteien vereinbart haben: Es dürfte eine Entschädigungszahlung an den Grundstücksnachbarn gewesen sein.

Der Investor sei nun bestrebt, so der Sprecher, den Bau so schnell wie möglich fortzusetzen. „Dazu führen wir die Absprachen mit den einzelnen Gewerken. Die Arbeiten sind unterbrochen worden, jetzt müssen wir einen neuen Zeitplan erarbeiten.“ Wann genau weitergearbeitet wird, stehe noch nicht fest. Dafür gehe das Unternehmen davon aus, dass das Hotel im Sommer 2019 fertiggestellt wird. Ursprünglich war die Eröffnung für die zweite Jahreshälfte 2018 geplant. Das Hotel soll 176 Zimmer haben und von der Marke „Super 8“ betrieben werden. Es richte sich sowohl an Freizeit- als auch Geschäftsreisende, heißt es auf der Internetseite des Investors.

Der Sprecher betonte, dass die Architektur für das Hotel zwei Mal mit der Gestaltungskommission der Landeshauptstadt Dresden abgestimmt worden sei. Gegenwärtig gebe es keine Pläne, weitere Änderungen an der Fassade vorzunehmen. Die Architektur hatte im Frühjahr 2017 bei der Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden und bei anderen Initiativen und Interessengruppen für Proteste gesorgt. In der Folge war es zu einer Debatte über die Baukultur in Dresden gekommen, die auch im Stadtrat geführt wurde.

Thomas Löser, Vorsitzender und baupolitischer Sprecher der Stadtratsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, sieht den Bauherren in der Pflicht, einen Bau zu schaffen, der einen Wert für die Stadt und für den Investor selbst besitzt. „Das Gebäude lehnt sich an die Architektur der 1960er und 1970er Jahre an. Ich empfehle den Bauherren, sich mit den damaligen Gestaltungsprinzipien auseinanderzusetzen und ihre Entwürfe zu überarbeiten.“ Gerade bei Farben und Materialien gebe es Möglichkeiten, die Gestaltung zu verbessern, findet Löser.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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