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Lokales Hotel Stadt Leipzig: Stadt droht mit Sanktionen
Dresden Lokales Hotel Stadt Leipzig: Stadt droht mit Sanktionen
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08:50 23.08.2017
Eingerüstetes Hotel Stadt Leipzig in Dresden. Aufnahme vom Mai 2016.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Seit Jahren verfällt das einstige Hotel Stadt Leipzig in der Inneren Neustadt. Die Hotel Stadt Leipzig Objektgesellschaft mbH – die zur Warschauer Griffin Real Estate gehört – will den historischen Gebäudekomplex sanieren und zu einem gehobenen Wohnungsstandort unter dem Namen „Heinrichhöfe“ umbauen und erweitern. Doch aus den immer wieder avisierten Baustarts wurde nichts. So verging Jahr um Jahr. Nun ist erneut ein Lichtstreif der Hoffnung am Horizont, dass das Projekt Wirklichkeit wird. Denn „...nach unserer Kenntnis ist die Finanzierung des Bauvorhabens jetzt gesichert“, heißt es aus der Stadtverwaltung. „Die Baugenehmigung wurde von der Bauaufsicht erteilt. Der Bauherr hat vor Baubeginn noch technische Nachweise vorzulegen. Dann steht einem Baustart nichts mehr im Wege.“

Dass die Baugenehmigung erteilt ist, ist allerdings nichts Neues. Das hatte der damalige Dresdner Baubürgermeister Marx schon im März 2015 gegenüber DNN erklärt. Mitte September 2016 hieß es dann auf eine DNN-Anfrage von der Stadt „Die Genehmigungen sind erteilt, Baugenehmigungen sind drei Jahre gültig und können verlängert werden.“ Zudem machte die Stadt damals deutlich, dass eine Enteignung des Eigentümers, „nach derzeitigem Stand aus Sicht der Landeshauptstadt Dresden keine erwägenswerte Möglichkeit (ist), um auf den aktuellen Zustand des Objektes Hotel Stadt Leipzig zu reagieren“. Gefordert hatte die Enteignung die Initiative StadtbilDD.

Doch „Bürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain war der Zustand des Hotels Stadt Leipzig ein Dorn im Auge“, so die Stadt am Dienstag. „Das Gebäude steht im Bewusstsein der Dresdner Bürger als ein wertvolles Kulturdenkmal. Der Eigentümer hatte mehrfach einen Baubeginn angekündigt, dann aber mit dem Bau nicht begonnen. Herr Schmidt-Lamontain hat den Eigentümer deshalb im Frühjahr zu einem Gespräch an seinem Tisch eingeladen. Er hat ihm bedeutet, dass die Stadt mit einem kurzfristigen Baubeginn rechnet. Der Eigentümer sicherte zu, in den Sommerferien mit den ersten Baumaßnahmen zu beginnen.“ Die sind allerdings vorbei. „Sollte es nicht zu einem Baubeginn kommen, werden die Sanktionierungsregelungen aus dem Städtebaulichen Vertrag aufgerufen, ebenso die Zwangsmittel aus der angedrohten Sicherungsverfügung. Anordnungen nach dem Sächsischen Denkmalschutzgesetz sind ebenfalls möglich“, so die Stadt weiter.

Die Jäger Ingenieure GmbH, die das Projekt nach eigenen Angaben tragwerksplanerisch begleitet, ist aber optimistisch. Mit Datum vom 29. Juni 2017 verkündet das Unternehmen den „Sanierungsbeginn Hotel Stadt Leipzig“. Zu finden auf der Internetseite der Jäger Ingenieure GmbH unter „News“. „Nach bereits mehreren, erfolglosen Anläufen in den letzten Jahren wird das denkmalgeschützte Gebäude nun endlich saniert und einer neuen Nutzung zugeführt“, heißt es da unter anderem. Dem Eintrag ist zudem zu entnehmen, dass das Gebäudeensemble „in ca. 2 Jahren“ fertig saniert und erweitert sein soll.

Uwe Seidel von Seidel Architekten, die für den Entwurf verantwortlich zeichnen, hat auch all die Jahre nie den Optimismus verloren, dass doch noch gebaut wird. Es sei ein großes Projekt und das Geld wachse schließlich nicht auf Bäumen. „Es ist ein ausländisches Unternehmen, das hier bauen will und das ist eben nicht so einfach.“ Das Hotel Stadt Leipzig „wird irgendwann kommen und dann wird es schön“. Am Mittwoch treffe er sich mit dem Bauherrenvertreter.

Von Catrin Steinbach

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