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Lokales Horror-Crash mit gerichtlichen Nachwehen
Dresden Lokales Horror-Crash mit gerichtlichen Nachwehen
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11:06 23.09.2016
Der Ford nach dem Crash: Alle Insassen des Autos wurden bei dem Unfall verletzt, drei von ihnen schwer. Quelle: bennpunktfoto (Archiv)

„Es ist für alle Beteiligten ganz unglücklich, was da passiert ist“, brachte es Richterin Birgit Keeve gestern auf den Punkt. Am Abend des 19. März 2012, so gegen 23.20 Uhr, waren auf der Kreuzung Radeburger Straße/Ludwig-Kossuth-Straße ein Ford Mondeo und ein Taxi frontal zusammengeprallt. Die Lichtsignalanlage war zu der Zeit außer Betrieb, es gab nur gelbblinkendes Licht. Beide Fahrer sowie drei Insassen des Ford wurden verletzt, vier von ihnen schwer. Die Autos waren nur noch Schrott, die Kreuzung für drei Stunden gesperrt.

Gestern hatte der Horror-Crash ein gerichtliches Nachspiel. Auf der Anklagebank saßen die Fahrer beider Unfallwagen. Sie hatten jeweils einen Strafbefehl wegen fahrlässiger Körperverletzung, der Taxifahrer noch wegen fahrlässiger Gefährdung des Straßenverkehrs, erhalten und Einspruch eingelegt. Die Fahrerin des Ford hatte dem Taxi die Vorfahrt genommen, allerdings war dessen Fahrer mit 94 km/h unterwegs, das ergab ein Gutachten der Dekra, – erlaubt waren 50 km/h. Hätte sie die Vorfahrt gewährt, hätte es den Unfall nicht gegeben, wäre er nicht so gerast auch nicht. Sie haben beide etwas falsch gemacht.

So richtig erinnern konnten sie sich an den Unfall nicht.. „Es knallte plötzlich“, sagten beide. Die 59-jährige war bewusstlos und musste aus ihrem Auto geschnitten werden. Sie hatte die schlimmsten Verletzungen abbekommen – unter anderem einen dreifachen Becken – und einen Brustbeinbruch. Tragisch aus die Verletzungen der anderen Insassen. Ihre Tochter – eine Sängerin – erlitt einen Nasenbeinbruch, deren Freund – einem Schlagzeuger - wurden beide Handgelenke gebrochen. Auch der Taxifahrer, der ohne Fahrgäste unterwegs war, landete im Krankenhaus, er hat heute noch einen tauben Finger und Knieprobleme. Taxi fährt er nicht mehr,der 30-Jährige arbeitet bei einem bei einem Paketdienst.

Richterin Keeve stellte mit Blick auf die Verletzungen und die lange Verfahrensdauer mit Zustimmung aller Beteiligten, das Verfahren gegen Geldauflagen ein. Die Fahrerin des Ford muss 2000 Euro, der Taxifahrer 900 Euro an die Verkehrswacht zahlen. Die Beträge wurden nach dem Einkommen festgelegt.

Von Monika Löffler

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