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Lokales Hohe Hürden für ein Elbebad in Dresden
Dresden Lokales Hohe Hürden für ein Elbebad in Dresden
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09:30 12.09.2018
Blick auf das pralle Badeleben in der Blasewitzer Elbbadeanstalt vor rund 90 Jahren. Quelle: privat
Dresden

In Basel kann im Rhein gebadet werden, in Berlin in der Spree, in Zürich im Limmat. Und in Dresden?, wollte der SPD-Stadtrat Hendrik Stalmann-Fischer jetzt von der Stadtverwaltung wissen. Schließlich habe es bis 1947 reguläre Elbbadeanstalten gegeben. Zum Elbhangfest 1999 sei die Idee für kurze Zeit umgesetzt worden, so der baupolitische Sprecher der SPD-Fraktion.

Er selbst sei dieses Jahr an den heißen Sommertagen regelmäßig am Elbufer in Johannstadt gewesen und habe mitunter auch den Sprung ins kühle Nass gewagt, erklärte Stalmann-Fischer gegenüber DNN die Motivation für seine Anfrage. Dabei habe er oft mit anderen Besuchern der Elbwiesen über Fragen wie die Sicherheit der Schwimmer diskutiert.

Was temporär als Elbeschwimmen oder Fackelschwimmen funktioniert, könnte mit einer offiziellen Badestelle dauerhaft möglich sein: Schwimmen im überwachten Fluss. Braucht Dresden eine solche Badestelle?

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2002 und 2004 habe es Anfragen für das Errichten von Badestellen gegeben, antwortete Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). Diese seien aber von keiner Seite ernsthaft weiter verfolgt worden. Weitere Vorstöße seien in den Jahren danach nicht unternommen worden.

Ein solches Projekt müsste hohe Hürden überwinden. Die Elbe sei kein Badegewässer, so Hilbert, Badewasserqualität werde nicht in allen Parametern erreicht. Der Fluss werde vielfältig genutzt, es müsse mit dem Vorkommen von krankheitserregenden Keimen im Wasser gerechnet werden. „Eine regelmäßige Überwachung findet nicht statt.“ Entsprechend sollten Erfahrungen aus anderen Städten genutzt werden. In Basel etwa seien an verschiedenen Stellen entlang des Rheinufers Duschen installiert worden, damit sich die Badegäste vom Rheinwasser reinigen könnten.

Das Errichten baulicher Anlagen in oder an der Elbe oder auch ein fest installiertes Badeschiff wie das „Arena Badeschiff“ in Berlin wären wasserrechtlich genehmigungspflichtig, so der OB. Das Genehmigungsverfahren beinhalte auch die Prüfung der naturschutzrechtlichen Belange. Weite Flächen des Elbevorlandes würden in zum Teil mehreren Schutzgebieten liegen. Auch Fragen des Weges zur Badestelle und des Parkens von Fahrzeugen seien relevant.

Insofern könne die Stadtverwaltung nicht pauschal sagen, welche Chancen ein Elbbad in Dresden haben könnte. „Eine Einschätzung kann nur anhand eines konkreten Projektes abgegeben werden.“

Von Thomas Baumann-Hartwig

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