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Lokales Hoffnung für Palais Oppenheim in Dresden
Dresden Lokales Hoffnung für Palais Oppenheim in Dresden
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17:27 27.06.2018
Das Palais Oppenheim an der Bürgerwiese. Quelle: Andreas Hummel
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Dresden

Eine große Hürde für den Wiederaufbau des „Palais Kaskel Oppenheim“ ist aus dem Weg geräumt. Mit Schreiben vom 18. Juni bestätigt Lars Bergmann, Geschäftsführer der „Immobilien-Projekt Lingner Altstadtgarten Dresden GmbH“, seine Zusicherung, in Gespräche mit dem Semperclub und Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) eintreten zu wollen. Gesprächsgegenstand: die Beförderung des „Palais Kaskel Oppenheim“.

Eine Steilvorlage für den Stadtrat, der am Donnerstag über den „Bebauungsplan Nummer 389 A-1, Stadtquartier am Blüherpark-West, Teil Süd“ entscheidet. „Wir schaffen Baurecht für ein neues Quartier mit rund 700 Wohnungen“, erklärt Hendrik Stalmann-Fischer, Baupolitiker der SPD-Fraktion, die Dimension des Beschlusses. Die alten Gebäude auf dem Robotron-Areal wurden – von der ehemaligen Kantine abgesehen – abgerissen, jetzt kann der Startschuss für den Neubau fallen.

Stalmann-Fischer verweist darauf, dass sich die Architektur des Quartiers an der Gründerzeit orientiere und kleinteilige Fassaden geplant seien. Der Investor habe sich zudem verpflichtet, 15 Prozent des Wohnraums auf „besondere Bedarfsgruppen“ wie Senioren und Studenten auszulegen. „Wir haben die städtebauliche Idee, der starken Nord-Süd-Sachse eine Ost-West-Achse vom Kraftwerk Mitte bis zum Großen Garten entgegenzusetzen, und da spielen die Quartiere am Blüherpark eine wichtige Rolle“, so der Sozialdemokrat. Die nächsten Bebauungspläne für das Gebiet rund um das Deutsche Hygiene-Museum seien längst in Arbeit.

Das „Palais Kaskel Oppenheim“ wurde zwischen 1845 bis 1848 an der Bürgerwiese errichtet. Die Fläche gehört der Projekt GmbH, die nun über einen Verkauf verhandeln will. Der Gottfried-Semper-Club bemüht sich bereits seit mehreren Jahren um den Wiederaufbau des Gebäudes, das 1945 zerstört wurde.

Der Ausschuss für Stadtentwicklung und Bau hatte im Februar den Wiederaufbaupläne Unterstützung zugesichert und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) beauftragt, Gespräche zwischen Grundstückseigentümer, Semperclub und potenziellen Investoren zu vermitteln. „Vielleicht hat ja die Rekonstruktion eines Architekturdenkmals eine Chance“, hofft Tilo Wirtz, Baupolitiker der Linken.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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