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Lokales Höhere Preise für das Sporttreiben in Dresden: Lames spricht von „maßvoller Anhebung“
Dresden Lokales Höhere Preise für das Sporttreiben in Dresden: Lames spricht von „maßvoller Anhebung“
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11:27 13.03.2017
Vereine sollen weiterhin starke Ermäßigungen erhalten.   Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

 Das Sporttreiben in Dresden soll demnächst teurer werden. „Die Gebührenerhöhung wird maßvoll sein“, versicherte Sportbürgermeister Peter Lames (SPD) gegenüber den DNN.

Nach dem Willen der Verwaltung steigen unter anderem die Preise für das öffentliche Eislaufen und für den Campingplatz Wostra. Zudem sind Erhöhungen für die Nutzung von Sportstätten und Schulsportanlagen unter anderem für den Vereinssport vorgesehen und auch die Bäder-GmbH soll demnächst neue Eintrittspreise vorlegen. Lames hatte dies vor einiger Zeit in den DNN bereits in Aussicht gestellt. Jetzt legt die Verwaltung dem Stadtrat dazu die konkreten Pläne vor.

Darin verweist Oberbürgermeister Dirk Hilbert auf die seit 2007 unveränderten Gebühren. Seither habe es aber Betriebskostensteigerungen gegeben, die vom Eigenbetrieb Sportstätten getragen werden mussten. In Abwägung von Angebot und Nachfrage werde dies nun anteilig auf die Nutzer umgelegt. So steigen die „privatrechtlichen Entgelte im Entgeltkatalog“ um durchschnittlich 30 Prozent. Das betrifft unter anderem das öffentliche Eislaufen. Die Einzelkarte für zwei Stunden steigt von 3,50 auf 4,50 Euro, für Ermäßigte von 2,50 auf 3,50 Euro. Analog dazu steigen Zehnerkarten von 31,50 auf 40,50 Euro und bei Begünstigten von 22,50 auf 31,50 Euro. Neu ist künftig eine Familienkarten (zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder bis 16 Jahre) für 14 Euro und eine Besucherkarte (ohne Eisnutzung) für einen Euro. Auf dem Campingplatz Wostra soll unter anderem der Preis für den Stellplatz für einen Wohnwagen von 5,50 auf 6 Euro steigen und für ein Wohnmobil von 6,50 auf 7 Euro. Auch die Dresdner Bäder GmbH soll ihre Gebührensatzung von 2007 ebenfalls überarbeiten. Details gibt es dazu noch nicht.

Völlig umgestellt wird das Gebührensystem für die Nutzung von Sportstätten und Schulsporthallen, dadurch kann der Sportstättenbetrieb unter anderem Umsatzsteuern sparen. Bislang haben die Vereine Gebühren für die Sportstätten bezahlt und von der Stadt einen Auffüllbetrag erhalten, der von der Verwaltung direkt an den Sportstättenbetrieb gezahlt worden ist. Jetzt führt die Stadt verschiedene Tarifgruppen ein, die den Sportvereinen je nach Zusammensetzung (Anteil der Kinder, Behinderten, Senioren) Ermäßigungen einräumen. Das daraus resultierende Defizit wird aus dem Haushalt der Stadt für den Sportstättenbetrieb ausgeglichen. So kostet eine Stunde in einer sanierten oder neuen Sporthalle (400 Quadratmeter) einen privaten Nutzer 21,50 Euro in der Tarifgruppe 4 und den Verein in der Tarifgruppe 1 (z.B. mit mindestens 20 Prozent Kindern) lediglich 2,10 Euro. Der Rasen- oder Kunstrasenplatz (saniert/neu) kostet den privaten Vollzahler 66 Euro (Tarifgruppe 4) und den Verein in der Tarifgruppe 1 lediglich 5,40 Euro. Bei Vereinen mit geringerer Kinderzahl beispielsweise sind die Ermäßigungen in den Tarifgruppen 2 und 3 etwas geringer.

„Die Umstellung wird für die meisten Vereine keine gravierenden Auswirkungen haben, weil sie eine starke Ermäßigung bekommen“, erklärte Sportbürgermeister Peter Lames. Die Voraussetzungen dafür habe die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit mit dem Haushalt für 2017/2018 geschaffen. Einen weiteren Beitrag dazu werde die neue Sportförderrichtlinie der Stadt leisten, an der derzeit parallel gearbeitet werde. Die Neuregelungen sollen möglichste ab 1. Juli in Dresden in Kraft treten.

Von Ingolf Pleil

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