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Lokales Höcke sucht den Schulterschluss mit Pegida
Dresden Lokales Höcke sucht den Schulterschluss mit Pegida
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21:38 14.05.2018
Björn Höcke sucht in Dresden den Schulterschluss mit der fremdenfeindlichen Pegida-Bewegung. Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Vor knapp eineinhalb Jahren hat der Auftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke in Dresden für Schlagzeilen und Empörung gesorgt – bei seinem ersten Auftritt bei Pegida gab sich der Politiker am Montagabend bewusst zurückhaltend. Auf dem Dresdner Postplatz suchte Björn Höcke den Schulterschluss mit dem fremdenfeindlichen Bündnis und stimmte die Zuhörer auf den Wahlkampf in Sachsen im kommenden Jahr ein. Die AfD wolle stärkste Kraft werden, so Björn Höcke.

In seiner Rede arbeitete sich der Landtagsabgeordnete an den üblichen Inhalten von Pegida ab, sprach vom „Widerstand gegen das Establishment“ und betonte Begriffe wie Heimat und Gemeinschaft. Dresden nannte er dabei die Hauptstadt des Widerstands.

Mit Blick auf seine Dresdner Rede im Januar 2017, als er unter anderem „eine erinnerungspolitische Wende um 180 Grad“ gefordert und mit Bezug auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin von einem „Denkmal der Schande“ gesprochen hatte, sagte Björn Höcke, die Rede sei „politisch zu unklug“ gewesen.

Björn Höcke hatte sich am Montag bei Pegida angekündigt – blieb in seiner Rede aber eher harmlos.

Die Äußerungen hatten auch innerhalb der AfD für eine heftige Debatte gesorgt, in deren Folge sogar ein Parteiausschussverfahren gegen den Thüringer eingeleitet worden war. Björn Höcke spricht von einem machtpolitischen Vorgang. Dass das Verfahren gescheitert ist, sei Ausdruck für die Einheit der Partei.

Bereits bei seinem ersten Auftritt in Dresden Anfang 2017 hatte Björn Höcke offen seine Sympathien für Pegida bekundet. Damals hatte es die AfD aber noch abgelehnt, offiziell mit dem Bündnis gemeinsame Sache zu machen. Im März dieses Jahr hatte die Partei dieses Verbot allerdings gekippt. Seitdem dürfen AfD-Mitglieder bei Pegida auftreten.

Begleitet wurden der Auftritt des AfD-Politikers und der obligatorische Spaziergang von Pegida, bei der Björn Höcke in der ersten Reihe neben Lutz Bachmann mitlief, von lautstarken Gegenprotesten in der unmittelbaren Nähe der Kundgebung. Dazu hatten verschiedene Initiativen aufgerufen, auch Künstler des Staatsschauspiels beteiligten sich.

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Von Sebastian Kositz

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