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Hochwasserschutz in Dresden: Bauarbeiten am „Weißeritzknick“

40 Millionen Euro Hochwasserschutz in Dresden: Bauarbeiten am „Weißeritzknick“

15 Jahre nach der Jahrhundertflut bekommt Dresden einen besseren Hochwasserschutz. Am Donnerstag beginnen die Arbeiten am sogenannten Weißeritzknick, teilte die Stadt und die Landestalsperrenverwaltung am Montag mit. Für rund 40 Millionen Euro wird die kritische Stelle des Flusses Weißeritz gestreckt und aufgeweitet.

Am Donnerstag beginnen die Arbeiten am sogenannten Weißeritzknick, teilte die Stadt und die Landestalsperrenverwaltung am Montag mit.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Am Donnerstag beginnen die Bauarbeiten für den Hochwasserschutz am sogenannten Weißeritzknick an der Löbtauer Straße. Darüber informiert die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Landestalsperrenverwaltung (LTV) des Freistaats. Die LTV fungiert als Bauherrin und Maßnahmeträgerin. Konkret soll der Weißeritzknick gestreckt und aufgeweitet werden. Auf der Seite des Gründerzentrums entsteht zudem eine neue Hochwasserschutzmauer. Die Gesamtkosten betragen etwa 40 Millionen Euro, Die Stadt Dresden steuert 14 Millionen Euro bei. Die Baumaßnahmen an der Weißeritz im Stadtgebiet werden voraussichtlich 2020/2021 – und damit zwei Jahre früher als geplant – abgeschlossen.

Der Weißeritzknick gilt als einer der kritischsten Punkte im Stadtgebiet. Beim Hochwasser im August 2002 flossen die Wassermassen hier geradeaus in Richtung ihres ehemaligen Flusslaufes. Die Friedrichstadt und die Wilsdruffer Vorstadt wurden überflutet. Es entstanden Schäden in Höhe von mehr als 250 Millionen Euro. „Die Weißeritz ist der gefährlichste Fluss der Stadt Dresden“, sagt auch Christian Korndörfer, Leiter des Umweltamtes. Ursache dafür seien die kurzen Vorwarnzeiten in Verbindung mit hohen Fließgeschwindigkeiten und dem Transport von Treibgut und Geröll. „Im Hochwasserfall besteht Gefahr für Leib und Leben“, so Korndörfer.

Deshalb hatte der Stadtrat 2005 beschlossen, die Weißeritz so auszubauen, dass künftig ein Extremhochwasser ohne großflächige Ausuferungen im Flussbett abfließen kann. Im Jahr 2009 begannen die ersten Maßnahmen. Fertiggestellt sind mittlerweile der Gewässerausbau in Dresden-Plauen und die Tieferlegung des Flussbetts im Bereich Emerich-Ambros-Ufer.

Von Christin Grödel

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