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Lokales Hochwassergefahr in Sachsen steigt - Überschwemmungen in Grimma
Dresden Lokales Hochwassergefahr in Sachsen steigt - Überschwemmungen in Grimma
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18:03 09.09.2015
Die Straßen der sächsischen Stadt Grimma sind überschwemmt. Quelle: Hendrik Schmidt
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Im gesamten Freistaat steige das Wasser, sagte Anne Matthies vom Landeshochwasserzentrum am Samstag.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte erneut vor ergiebigem Dauerregen in Südwestsachsen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter bis Sonntagmorgen. Erste Überschwemmungen gab es in Grimma, wo in der Nacht zum Samstag die Mulde über die Ufer getreten war und mehrere Straßen und Häuserzeilen nahe dem Fluss überschwemmte. „Von der Paul-Gerhard-Straße bis zum Floßplatz stehen die Helfer bis zu den Knien im Wasser“, sagte Stadtsprecherin Marlen Rabold. Pflegebedürftige Anwohner wurden vorsorglich in Sicherheit gebracht.

In einer Turnhalle ist eine Notunterkunft eingerichtet worden. „Es wird aber kein Hochwasser wie 2002 geben“, versicherte Rabold. Damals hatten verheerende Fluten Grimmas Altstadt verwüstet. Seither wurde viel Geld in die Sanierung investiert.Die Anwohner nahe der Mulde hatten bereits am Freitag Keller leergeräumt und Sandsäcke gestapelt. Im schlimmsten Fall muss nach Angaben des Einsatzstabes die Innenstadt vorsorglich evakuiert werden. Eine Entscheidung darüber sollte am Samstagnachmittag fallen.

Auf Sachsens Straßen schien sich die Lage am Samstag zunächst zu entspannen. Nach Angaben des Innenministeriums in Dresden konnten zunehmend Straßen, die wegen Überschwemmung gesperrt waren, wieder freigegeben werden. Dennoch seien zahlreiche Bundes- und Stadtstraßen weiterhin nicht befahrbar, heiß es. In Dresden lag der Pegel der Elbe am Sonnabendmittag bei rund 4,26 Meter mit steigender Tendenz.

Auch in Chemnitz, wo die Stadt am Freitagnachmittag noch Alarmstufe vier am Pleißebach ausgerufen hatte, gab die Polizei zunächst Entwarnung. Auch in Zwickau hat sich die Lage beruhigt. Dort gingen allein am Freitag fast 200 Notrufe wegen überspülter oder von Schlamm und Geröll blockierter Straßen ein.

dpa

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