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Lokales Hochwasser in Dresden: Elbe steigt weiter – Stadt bereitet Sperrung des Terrassenufers vor
Dresden Lokales Hochwasser in Dresden: Elbe steigt weiter – Stadt bereitet Sperrung des Terrassenufers vor
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17:53 09.09.2015
Das Terrassenufer soll am Mittwochabend wieder gesperrt werden. Quelle: Stefan Schramm

Bis zum Donnerstag wird ein Anstieg auf 5,50 bis 5,60 Meter erwartet.

Die Stadtverwaltung kündigte an, eine Sperrung des Terrassenufers vorzubereiten. „Wir gehen davon aus, dass die Sperrung zwischen Hasenberg und Schlossplatz heute in den späten Abendstunden erfolgen wird und damit dieser Straßenabschnitt für den Berufsverkehr morgen früh dann nicht zur Verfügung steht“, sagte Reinhard Koettnitz, Leiter des Straßen und Tiefbauamtes, am Mittwochnachmittag.

Ab 5,20 Metern ist auch die Böcklinstraße in Mickten nicht mehr passierbar. Sollte die Elbe noch weiter steigen, sind ab 5,90 Metern die Holzhofgasse und ab 6 Metern Ostra-Ufer und Pieschener Allee gesperrt.

Derweil sorgt das Hochwasser für weitere Beeinträchtigungen. Die Filmnächte am Elbufer verschoben den Start 2013 auf den 4. Juli. Das Konzert von Peter Maffay am 28. Juni findet in der Messe statt. Wie genau das veränderte Programm aussehen wird, steht bislang noch nicht fest. Auch das Elbhangfest am Wochenende ist betroffen. Das beliebte Drachenbootrennen muss aufgrund des hohen Elbpegels voraussichtlich abgesagt werden. Die Dampfschiffahrt stellt am Donnerstag ihren Betrieb ein.

Grund dafür ist der anhaltend starke Regen der vergangenen Tage. Noch bis zum Mittwochmittag galt für das Erzgebirge und Ostsachsen eine Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes. Insgesamt fielen innerhalb von knapp 48 Stunden in Ostsachsen mehr als 70 Liter Regen pro Quadratmeter. In Görlitz wurden 74 Liter gemessen. Das Regengebiet sollte bis zum Abend nach Nordosten abziehen. Da es aber auch in Polen und Tschechien in Strömen regnete, kommt auf die Elbe noch viel Wasser zu.

Für die kleinen Flüsse in Sachsen konnte hingegen Entwarnung gegeben werden. Die Flüsse sind bis zum Mittwoch weniger stark angeschwollen als erwartet, wie Uwe Büttner vom Landesamt für Umwelt und Geologie in Dresden sagte. „Es ist nicht ganz so schlimm wie befürchtet.“ An der Lausitzer Neiße in Görlitz blieb es mit 5,14 Metern bei der dritten von vier Alarmstufen. Laut Landesamt ist der Scheitel damit erreicht. Die Warnstufe drei dürfte nach bisherigen Prognosen nirgends überschritten werden, hieß es.

sl / dpa

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