Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Hochwasser: Stadt Dresden rechnet mit 50 bis 100 Millionen Euro an Schäden
Dresden Lokales Hochwasser: Stadt Dresden rechnet mit 50 bis 100 Millionen Euro an Schäden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:58 09.09.2015
Oberbürgermeisterin Helma Orosz begutachtete am Mittwoch die ASchäden in der Schule am Terrassenufer. Quelle: Christoph Springer

Die Summe gelte nur für städtisches Eigentum und das der kommunalen Tochterbetriebe. Private Schäden der Einwohner sind nicht mit eingerechnet.

Wie viel davon aus der Stadtkasse bezahlt werden muss, sei noch unklar. Zum einen hofft die Stadt auf Unterstützung durch Land, Bund und EU. Zum anderen soll die Elementarschadensversicherung, für die Dresden mehr als 600.000 Euro pro Jahr ausgibt, möglichst viele Schäden regulieren.

„Wir müssen jetzt zunächst feststellen, wie groß die Schäden sind. Das ist die erste Aufgabe des Nachsorgestabes, der unter Leitung von Finanzbürgermeister Vorjohann steht. Dort werden auch die noch anstehenden Hilfeleistungen koordiniert. Dann hat die Beseitigung aller Schäden, die zum Teil schon angelaufen ist, Vorrang“, sagte Orosz, die nach dem Hochwasser selbst noch nicht in ihr eigenes Haus zurückkehren kann.

In Dresden sind aktuell noch drei Kitas, zwei Grundschulen und eine Mittelschule wegen Flutschäden geschlossen. In der 10. Grundschule am Terassenufer ist der Keller überflutet. Die 95. Grundschule und die 64. Mittelschule wurden getroffen, als Laubegast überflutet wurde. In beiden Schulen sollen ab September zumindest die Obergeschosse wieder nutzbar sein.

Wie schwer die Straßen in den betroffenen Gebieten geschädigt sind, werde noch untersucht. Rund 200 Gullideckel wurden weggespült, mehrere Ampelanlagen zerstört, in Laubegast wurden mehrere Straßen unterspült. Zudem waren am Mittwoch noch immer rund 1400 Haushalte ohne Strom, auch bei den Dresdner Verkehrsbetrieben gab es vereinzelt noch Behinderungen.

Ebenfalls schwer getroffen sind viele kommunale Sporteinrichtungen. Das Freibad Cossebaude und die Bäder an der Wostra wurden überflutet, die Bootshäuser der Ruderer wurden ebenfalls stark in Mitleidenschaft gezogen. Im Ostragehege, das bis zu zwei Meter unter Wasser stand, sind die Kunstrasenplätze komplett zerstört, Tartanbahnen haben sich abgelöst, Zäune wurden durch das Hochwasser umgestürzt. Die Stadtverwaltung versicherte aber, die Sportanlagen schnellstmöglich wieder nutzbar zu machen.

sl / cs

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Rund 30 Sportler des Dresdner Sportclubs (DSC) und des Eislauf-Vereins Dresden (EVD) haben am Mittwochvormittag mit der Säuberung der verwüsteten Sportanlagen im Ostragehege begonnen.

09.09.2015

Mit einem Benefizkonzert soll das Spendenkonto der in der vergangenen Woche von den DNN gestarteten Aktion „Dresdner helfen Dresdnern“ weiter anwachsen. Mit dem gesammelten Geld wird den Opfern der neuerlichen Elbeflut geholfen.

09.09.2015

"Ich bin fix und fertig", sagt Marion Fiedler. Tagelang haben sie, Freunde, Nachbarn und Helfer gegen die Flut gekämpft. Sie wohnt in Pillnitz, unweit vom Schloss, nah an der Elbe.

09.09.2015