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Lokales Hitzige Debatte um Ausbaupläne für die Augsburger Straße
Dresden Lokales Hitzige Debatte um Ausbaupläne für die Augsburger Straße
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15:02 29.03.2017
Sanierung ja, Buslinien nein, so der fast einhellige Tenor. Als 2008 die Sanierung der Augsburger Straße beschlossen wurde, sei den Anwohnern eine ruhigere und sichere Straße versprochen worden, durch den zusätzlichen Busverkehr könnte das ihrer Meinung nach nicht gewährleistet werden. Quelle: Carola Fritzsche
Dresden

 Die Ausbaupläne für die Augsburger Straße in Dresden-Striesen sind weiter umstritten. Zankapfel bleiben die Pläne von Stadt und DVB, nach der geplanten Sanierung zwei Buslinien über die Augsburger zu leiten. Auf einer von der SPD organisierten Einwohnerversammlung am Dienstag sprach sich der Großteil der Anwohner strikt dagegen aus.

Sanierung ja, Buslinien nein, so der fast einhellige Tenor. Einige Anwohner fühlen sich hinters Licht geführt. Als 2008 die Sanierung beschlossen wurde, sei ihnen eine ruhigere und sichere Straße versprochen worden, vor allem wegen der vielen Kindertagesstätten und Schulen im Umkreis. Durch den zusätzlichen Busverkehr könnte das nicht gewährleistet werden.

Andreas Hoppe, von den Dresdner Verkehrsbetrieben kann die Bedenken der Anwohner verstehen. Mobilität zu gewährleisten sei aber mindestens genauso wichtig: „ Die Wege für die Bewohner nehmen zu. Alle Anwohner die mehr als 400 Meter bis zur nächsten Haltestelle zurücklegen müssen, gelten als nicht vom ÖPNV erschlossen. Das betrifft allein in Striesen 3.100 Bürger“, so der Verkehrsplaner. In der Vorplanung der DVB sind für die Linie 64 drei neue Haltestellen vorgesehen, unter anderem in der Augsburger Straße und der Tittmannstraße. Die geplante Linie 65 soll zudem den Dresdner Osten mit dem Westen der Stadt verbinden. Durch den Ausbau der Augsburger Straße könnte der Bus dann über die Waldschlösschenbrücke bis zur Albertstadt fahren. Laut Hoppe könnten dadurch circa 4000 tägliche Fahrgäste dazugewonnen werden.

Die Anwohner fürchten jedoch, dass der Lärm zunimmt und gleichzeitig Parkplätze und Bäume verschwinden könnten. Dass laut Hoppe eine Straßenbreite von 6,50 Meter ausreicht um einen Busbetrieb zu gewährleisten teilen die Striesener nicht. Anwohner berichten, dass nicht einmal zwei LKW gleichzeitig die Straße entlangfahren könnten.

SPD-Stadtrat Christian Bösl erklärte, warum die Augsburger Straße grundlegend erneuert werden soll: Die Straße nur zu reparieren, käme nicht in Frage, da auch Gas- und Wasserleitungen erneuert werden sollen. „Wenn man die Straße einmal anfasst will man gleich alles machen“, so der Stadtrat. „1,5 Millionen Euro werden wir für die Sanierung des ersten Straßenabschnittes zwischen Tittmannstraße und Blasewitzer Straße verwenden. Mit dem nächsten Doppelhaushalt 2019/2020 ist dann die Sanierung der Bergmannstraße bis zur Voglerstraße vorgesehen, inklusive dem Barbarossaplatz“, hofft Bösl. Sein Fraktionskollege Hendrik Stahlmann-Fischer will sich hingegen nicht auf einen Projektstart im kommenden Jahr festlegen: „Als Politiker würde ich Ihnen sagen 2018, als angehender Bauingenieur eher 2019.“ Allein das Planfeststellungsverfahren könne bis zu zwei Jahren dauern. Und noch gebe es nicht einmal konkrete Pläne, wie genau die Straße umgebaut werden soll.

Von sl/mir

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