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Hitler auf der Toastscheibe und Drogen im Kopf: Prozess am Landgericht in Dresden

Strafverfahren Hitler auf der Toastscheibe und Drogen im Kopf: Prozess am Landgericht in Dresden

Wegen Drogenhandels in 50 Fällen, Volksverhetzung sowie Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen steht seit Freitag ein 37-jähriger Mann in Dresden vor Gericht.

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Quelle: dpa

Dresden. War Jens P. ein kleines Licht oder ein dicker Fisch in der Dresdner Drogenszene? Mit dieser Frage muss sich derzeit das Dresdner Landgericht beschäftigen. Die Anklage der Staatsanwaltschaft hat es in sich. Der 37-Jährige soll Crystal in größeren Mengen von anderen Dealern übernommen und dann unter die Leute gebracht oder mit seiner „Kollegin“, Sandra R., gegen die gesondert ermittelt wird, von Tschechien über die Grenze gebracht und dann in Dresden weiterverkauft haben. Gelegentlich schickte er die Dame auch allein los. Dickster Brocken: 2014 soll er in 32 Fällen jeweils zwei Kilo Haschisch übernommen und in Dresden vertickt haben – insgesamt 64 Kilogramm.

Der Angeklagte interessierte sich aber offenbar nicht nur für Drogen. Auf seinem Facebook-Profil veröffentlichte er Fotos von Toastscheiben mit eingebranntem Bild von Hitler, Adolf im Fußballtrikot mit ausgestrecktem Arm und dumme Witze über Türken mit noch dümmeren Kommantaren. Wegen Drogenhandels in 50 Fällen,, Volksverhetzung sowie Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen steht er seit Freitag vor Gericht.

Zu den letzten Vorwürfen wollte sich der 37-Jährige nicht äußern, den Drogenhandel räumte er teilweise ein. Allerdings will er in vielen Fällen nur der Vermittler gewesen sein. Er habe den Kontakt zwischen den einzelnen Leuten hergestellt und habe dafür ein Vermittlungshonorar bekommen, mit dem er sich seinen Drogenkonsum finanziert habe. Die Sache mit dem Haschisch wies er generell zurück. „Das entspricht nicht der Wahrheit: Das wären fast 90 000 Euro gewesen. ich hatte kein Geld.“

Ihm die Taten nachzuweisen, ist nicht einfach, denn vieles beruht nur auf Aussagen der anderen Händler. Einige von ihnen hatte Jens P. bei diversen Gefängnisaufenthalten kennengelernt. „Wir sind dann wieder in Kontakt gekommen.“ Als die gefasst wurden, packten sie über Jens P. aus. Ob stimmt, was sie erzählten, muss die Kammer herausfinden. Der Prozess wird fortgesetzt

Von Monika Löffler

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