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Lokales Hilbert knüpft Kontakte im Iran
Dresden Lokales Hilbert knüpft Kontakte im Iran
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10:02 12.04.2018
Für Anlagen wie den im 18. und 19. Jahrhundert angelegten Eram-Garten ist die iranische Stadt Schiras berühmt. Quelle: Ariafar Khosravi, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0
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Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert ist am Mittwoch in den Iran gereist, um dort Kontakte zu knüpfen. Das hat die Stadt mitgeteilt. Gemeinsam mit dem Rektor der Technischen Universität Dresden, Hans Müller-Steinhagen, dem Amtsleiter des Umweltamtes Christian Korndörfer und sechs weiteren Professoren der TU Dresden nimmt er vom 13. bis 19. April an der „Dresden-Woche“ der Universität Schiras im Süden des Irans teil.

Ein Koffer voller Grüße aus Dresden

Die TU Dresden ist eine der ersten deutschen Universitäten, die nach der Beilegung des Nuklearstreits im Jahr 2015 und der Aufhebung der Wirtschaftssanktionen 2016 ihre Kooperationen mit dem Iran kontinuierlich ausbaut.

„Die Universität Schiras ist für uns sowohl auf Grund ihres Profils als auch wegen ihres Standings im Vergleich zu anderen iranischen Universitäten sehr interessant. Darüber hinaus weist auch die Stadt Schiras selbst viele Parallelen zu Dresden auf. Schiras ist wie Dresden eine Hochburg von Wissenschaft und Kunst zugleich“, fasst TU-Rektor Steinhagen die Motivation zur Kooperation mit der Universität Schiras zusammen.

Dirk Hilbert Quelle: Dietrich Flechtner

„Mein Koffer ist voller Grüße aus Dresden. Grüße von in Dresden lebenden Iranern. Grüße von Dresdnern, für die Schiras eine noch unbekannte Stadt ist. Und ganz offizielle Grüße aus der Landeshauptstadt Dresden, die ich mit Freude persönlich überbringen werde. Wir Dresdner fühlen uns geehrt und willkommen. Ich freue mich bei unserem Besuch im Iran auf vielfältige Gespräche und Begegnungen“, sagte Hilbert.

Das Stadtoberhaupt werde die Reise nutzen, um zunächst in der Hauptstadt Teheran mit Vertretern von Deutscher Botschaft und Deutsch-Iranischer Industrie- und Handelskammer zusammenzukommen. Außerdem ist ein Treffen mit Reza Ardakanian geplant, der Gründungsdirektor des United Nations University Institute for Integrated Management of Material Fluxes and of Resources (UNU-FLORES) in Dresden war und 2017 zum iranischen Energieminister berufen wurde.

107 iranische Studenten lernen an der TU Dresden

In der für ihre Gartenkultur berühmten Zwei-Millionen-Stadt Schiras wird sich Oberbürgermeister Hilbert unter anderem mit dem dortigen Oberbürgermeister Heidar Eskandarpour, dem Gouverneur der Provinz Fars Esmaeil Tabadar und Vertretern aus dem Bereich Kultur treffen.

Bei dem einwöchigen Besuch an der Universität werden bilaterale Forschungsprojekte aus den Bereichen Biologie, Chemie, Maschinenwesen, Hydrowissenschaften, Anglistik und Medizin ebenso wie das Potenzial für eine strategische Partnerschaft ausgelotet.

Seit der Unterzeichnung eines Memorandums der TU Dresden mit der Universität von Schiras im Jahr 2016 wurde mehrere Projektskizzen entwickelt und beim Bundesforschungsministerium (BMBF) zur Förderung eingereicht. Im vergangenen Jahr fand eine Iran-Woche an der TU Dresden statt, bei der unter anderem ein Ideenstudio zu Fördermöglichkeiten und erfolgreichem Management deutsch-iranischer Forschungsprojekte auf Interesse stieß. Aktuell seien an der TU Dresden eigenen Angaben zufolge 107 Studenten aus dem Iran immatrikuliert und 48 iranische Mitarbeiter arbeiten an der Dresdner Uni.

Von Stefan SChramm

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