Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Hightech-Socken für Parkinson-Patienten
Dresden Lokales Hightech-Socken für Parkinson-Patienten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:56 23.11.2018
In diesen Socken steckt Hochtechnologie. Die Diagnosestrümpfe sollen den Gang von Parkinson-Patienten analysieren. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Spezielle Socken, die den Gang von Parkinson-Patienten analysieren, und andere hautnahe Hightech-Diagnostik sollen künftig das Leben von Menschen mit fortgeschrittener Parkinson-Erkrankung erleichtern. Die Sächsische Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU) hat nun an das Telemedizin-Projekt für Parkinson-Patienten „TelePark“ einen Förderbescheid über insgesamt 1,9 Millionen Euro übergeben. Das Geld stammt aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und wird im Rahmen der Förderung neuartiger Ansätze im Bereich der Gesundheits- und Pflegewirtschaft der Sächsischen Aufbau Bank (SAB) übergeben.

In Sachsen erkranken immer mehr Menschen an Parkinson. Bis 2030 werden nach Schätzungen rund 64 000 Menschen an Parkinson leiden. Das Projekt mit dem langen Namen „TelePark – Vernetzung von Patienten mit fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom und Parkinsonspezialisten durch Telemedizin und moderne Sensorik“ soll einerseits Patienten unkomplizierte und schnelle Hilfe bieten.

Andererseits hofft Heinz Reichmann, Direktor der Klinik für Neurologie am Dresdner Uniklinikum, auf eine Entlastung der Krankenhäuser. Denn allein im Dresdner Uniklinikum wären mehr als die Hälfte aller eingewiesenen Parkinson-Notfälle mit einer besseren Versorgung vorab vermeidbar gewesen.

TelePark“ will mit Ganganalyse-Socken, die Unsicherheiten beim Laufen aufzeichnen, Sensorik-Armbändern und der Einschätzung der Patienten durch ihre Angehörigen via Smartphone die Patienten in ihrer häuslichen Umgebung besser mit den Ärzten in den Kliniken vernetzten. 189 Patienten aus Ostsachsen werden die ersten sein, die an dem deutschlandweit einmaligen Projekt teilnehmen.

Die Daten der smarten Hilfsmittel werden automatisiert an den behandelnden Arzt gesendet, der dann anhand der Symptome die Therapie verändern und damit durchaus Notfällen vorbeugen kann. Bis Dezember 2021 läuft die Förderung. Im Rahmen von Studien beurteilen Wissenschaftler den Erfolg von Parkinson-Socke, Sensorik-Armband und Co.

Das Projekt „Tele-Park“ zur digitalen Erfassung wichtiger Symptome von Patienten mit fortgeschrittenem Parkinson-Syndrom führt das Uniklinikum mit verschiedenen Projektpartnern durch. Dazu gehören neben der neurologischen Klinik das Zentrum für evidenzbasierte Gesundheitsversorgung, das Institut für Biomedizinische Technik der Technischen Universität Dresden, die Professur für Sportgerätetechnik der Technischen Universität Chemnitz, die Angewandte Informatik der Uni Leipzig sowie verschiedene Firmen.

Von Tomke Giedigkeit

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Ein Pärchen zog klauend und hauend durch die Dresdner Neustadt – dabei war er erst kurz zuvor aus dem Gefängnis entlassen worden. Nun teilen sich „Bonnie und Clyde für Arme“ die Anklagebank im Amtsgericht.

23.11.2018

Der Winter nähert sich unaufhaltsam. Menschen, die auf der Straße leben, leiden besonders unter den niedrigen Temperaturen. Doch sie müssen nicht im Freien übernachten. Stadt, Diakonie, Kirchgemeinden und Heilsarmee bieten Notunterkünfte und Tagestreffs.

23.11.2018

2019 will die Stadt Asphalt auf den holprigen Körnerweg bringen. Das soll die Zeit bis zum weiteren Ausbau mit Sandstein ab 2020 überbrücken. Die CDU-Fraktion hat mit dem Stück rechtselbischen Radweg in Dresden-Loschwitz andere Pläne.

23.11.2018